Fünf Fragen an...
...das Planungsbüro G2R Architekten

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  • 06. Mai 2020
  • Fischbeker Heidbrook
G2R Architekten

Anfang Juni soll der Grundstein für das neue Gesundheitszentrum im Fischbeker Heidbrook gelegt werden. Ein moderner Holzbau mit hoher ökologischer Qualität - die Spezialität de rG2R Architekten.

Das Planungsbüro mit Sitz in Hamburg wurde 1999 gegründet, nachdem die Partner Andreas Gäde, Cyrill Rückner und Oliver Rückner bis zu zehn Jahren als Ingenieure planerisch sowie handwerklich auf Baustellen aktiv waren. Schwerpunkt ihrer Entwurfs- und Projektarbeit ist das energieeffiziente Bauen sowie der moderne Ingenieurholzbau - mit Affinität zum Handwerk.

Im Fischbeker Heidbrook startet bald der Bau des Gesundheitszentrums. Was steckt hinter dem Projekt?

Andreas Gäde: Zu einer erfolgreichen Wohnquartierentwicklung gehört, dass neben dem angestrebten Wohnmix auch Infrastruktur für den alltäglichen Bedarf geschaffen wird. Dabei geht es um die Platzierung von Läden, Sportmöglichkeiten, Kindergärten und vielem mehr. Hier gibt es bereits tolle Projekte in unserer zukünftigen Nachbarschaft, wie z. B. die Fischbeker Höfe.

Das neue Gesundheitszentrum mit den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen dient hier insbesondere der gesundheitlichen Versorgung des IBA Hamburg Quartiers Fischbeker Heidbrook und des angrenzenden Süderelberaumes. Und durch die Nähe zum S-Bahnhof Fischbek und der guten Busanbindung ist das Gesundheitszentrum sicherlich auch für ganz Harburg ein Gewinn.

Was verbindet Sie und ihr Unternehmen mit der IBA Hamburg?

Oliver Rückner: Was die IBA Hamburg in der Stadt bewegt, war für uns immer spannend. Neben der Schaffung von neuen Stadtquartieren wurden hier an verschiedenen Stellen innovative Bauten realisiert, mit zukunftsweisendem Charakter. Für uns als Architekten, die seit 30 Jahren im Holzbau tätig sind, stechen hier insbesondere die verschiedenen Holzbauprojekte hervor. Leider ist es so, dass viele Bauherren nach wie vor Vorurteile gegenüber dem Holzbau haben. Dies mag einerseits mit den leicht höheren Baukosten zu tun haben, aber vermutlich auch mit dem Umstand, dass der Holzbau in Norddeutschland keine Tradition hat. So wandeln wir uns als Architekten gelegentlich von einem reinen Planungsbüro zu einem Investor, um selbst als Bauherr innovative Holzbauprojekte voranzubringen. So auch beim Gesundheitszentrum Fischbeker Heidbrook, welches wir in moderner Holz-/Hybridbauweise errichten werden. Die IBA Hamburg bietet hier den Rahmen für neue Ideen und innovative Baulösungen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Gesundheitszentrum nun auch im Zusammenhang mit der IBA Hamburg einen weiteren Holzbaustein in der Stadt platzieren dürfen.

Ärzte oder Ärztinnen als Mieter zu finden ist in Hamburgs Randlagen nicht leicht. Wie ist der Stand?

Cyrill Rückner: Unsere jüngste Erfahrung zeigt, dass sich diese Schwierigkeiten eigentlich nur auf die Fachrichtungen Kinderarzt und Allgemeinmediziner beziehen. Verschiedene andere Fachrichtungen haben sich dagegen sehr schnell für eine Niederlassung in dem Gesundheitszentrum entschieden: Im Erdgeschoss wird mit Stand heute eine Physiotherapiepraxis einziehen. Im zweiten Obergeschoss wird sich eine neue Zahnarzt- und eine Kieferorthopädiepraxis niederlassen. Das Staffelgeschoss wird mit einer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie-Praxis sowie einer Heilpraktiker-Praxis bezogen. Allen Heilberuflern gemeinsam ist das Engagement, sich für den Standort und die Umgebung persönlich einzubringen.

Somit ist tatsächlich nur noch eine Etage frei. Hier würden wir es für das Quartier begrüßen, wenn sich ein Allgemeinmediziner und ein Kinderarzt mit niederlassen. Aber das lässt sich natürlich nicht erzwingen. Das bedeutet, an dieser Stelle sind wir noch offen.

Wie sieht der Zeitplan beim Gesundheitszentrum aus?

Cyrill Rückner: Die Bauarbeiten haben jetzt im Mai begonnen. Der Zeitplan ist sehr ehrgeizig, denn wir wollen zum Jahreswechsel 2020/21 das Gebäude bezugsfertig hergestellt haben. Wir haben gerade mal acht bis neun Monate für die Realisierung. Dies gelingt uns, da wir das Gebäude in Element- und Modulbauweise mit teilvorgefertigten Bauelementen errichten. Die Bauweise erfordert eine etwas tiefere Vorplanung, aber der Geschwindigkeitszuwachs auf der Baustelle ist enorm. Auch hier ist der Holzbau von Vorteil, denn er ermöglicht durch Computerabbund eine hohe Bauteilpräzision und gleichbleibende Bauqualität. Ein Fragezeichen bleibt natürlich: die aktuelle Corona-Krise. Wir merken an der einen oder anderen Stelle, dass Corona zu Ablaufveränderungen führen kann. Im Moment sieht es aber für das Gesundheitszentrum gut aus.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf Ihr Geschäft?

Oliver Rückner: Das ist eine interessante Frage. Denn unsere jüngste Erfahrung zeigt, dass gegenwärtig in der Baubranche das Gegenteil von Lockdown und Kurzarbeit stattfindet. Auf dem Bausektor wird versucht, unter Wahrung der Hygieneregeln die Räder am Laufen zu halten. Auch bei uns. Viele möchten die Dinge jetzt erst recht erledigt haben. Was zur Folge hat, dass die Nachfrage nach Baustoffen und Baudienstleistungen so hoch wie selten ist. Wie es uns scheint, wird es keine Behinderung aufgrund des Lockdowns geben, sondern eher durch eine erhöhte Nachfrage. Die nächsten Monate bleiben also spannend, denn die Erfahrung zeigt, dass die Baubranche auf Krisen meist verzögert reagiert.

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