Elbinselquartier
Übersicht

Elbinselquartier
Wohnen und Arbeiten zwischen den Kanälen

  • Gesamtfläche

    47 ha

  • Wohneinheiten

    ca. 2.100

  • Freiraum

    ca. 18 ha

  • Arbeiten BGF

    ca. 29.000 m²

Das 47 Hektar große Elbinselquartier im Herzen der Elbinsel Wilhelmsburg (Karte) soll sich zu einem Erfolgsmodell für die gute Nachbarschaft von Wohnen, Gewerbebetrieben, Kleingartenanlagen, Freiflächen sowie Bildungs- und Betreuungseinrichtungen entwickeln. Ziel ist es, ein Quartier zu schaffen, in dem sich die Interessen aller Beteiligten wiederfinden und in dem sich neue Bewohner, Alteingesessene, Anwohner, Gewerbetreibende, Beschäftigte und Besucher gleichermaßen wohlfühlen.

Mit gemischten Typologien und Architekturen, Wohnungsangeboten zum Mieten (gefördert und freifinanziert) ebenso wie Eigentumsmodellen und Baugemeinschaften entsteht eine in Gestaltung und Bewohnerschaft vielfältige Nachbarschaft. Durch die Entwicklung der drei Wilhelmsburger Gebiete (Elbinselquartier, Wilhelmsburger Rathausviertel und Spreehafenviertel) bildet sich eine Landschaftsachse entlang der Kanäle, die besondere Freiraumqualitäten verspricht.

Kontakt

Christian Hinz

Projektkoordinator

  • +49 40 226 227 - 222

Das Elbinselquartier

Das neue Quartier zwischen den Kanälen ist eines der fehlenden Puzzleteile im Stadtgefüge Wilhelmsburgs. Es knüpft im Nordwesten an das Reiherstiegviertel und im Süden an das Wilhelmsburger Rathausviertel an und stellt eine bedeutende Verbindung zum nördlich angrenzenden Spreehafenviertel dar. Im Quartier entsteht ein neuer zentraler Park mit einem Quartiersplatz am Wasser, der Bestandteil der Landschaftsachse entlang des Aßmannkanals sein wird. Bestehende Kleingartenanlagen werden integriert, verdichtet und teilweise in Form eines Kleingartenparks zum öffentlichen Erholungsraum.

Im Elbinselquartier finden sich bereits heute Sport- und Kleingartenanlagen, eine Gastronomie mit Bootsverleih, Grünanlagen und Gewerbebetriebe. Die historischen, teilweise denkmalgeschützten Gebäude in der Jaffestraße sind identitätsstiftend und bieten Raum für eine kleinteilige Nutzungsstruktur mit klassischen und kreativen Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben.

Die städtebauliche Struktur lehnt sich an den Blockrandstrukturen des Reiherstiegviertels an, ist aber stärker differenziert und bietet Raum für eine Vielzahl von Gebäudetypologien und Entwicklungsmöglichkeiten, die Abwechslung und soziale Durchmischung garantieren: Wohn- und Geschäftshäuser im Blockrand, Mehrfamilienhäuser mit zum Teil gewerblicher Erdgeschossnutzung sowie Häuser für Baugruppen oder Reihenhäuser zum Eigenheimerwerb. Vorbild sind hierbei traditionelle, vielfältige Viertel, wie der Amsterdamer Grachtengürtel. Dieses bunte Bild passt zum Charakter Wilhelmsburgs und gibt dem Quartier einen besonderen Charme.

An zentraler Stelle im Park am Quartiersplatz entsteht ein Schulcampus mit einer Grund- und einer Stadtteilschule. Der Schulcampus soll um zusätzliche Bildungs- und Gemeinbedarfsangebote für Anwohnende und Nachbarn ergänzt werden. Im Projektgebiet sind zudem vier Kindertagesstätten geplant.

Neue Flächen durch Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße

Die Grundlage für die Entwicklung der zentralen Wilhelmsburger Projekte Elbinselquartier und Wilhelmsburger Rathausviertel ist die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße, die derzeit die Gebiete in Nord-Süd-Richtung durchschneidet. Ende 2019 wird die neue Trasse entlang der östlich der Gebiete verlaufenden Bahnlinie in Betrieb genommen und die derzeitige Trasse nach der Stilllegung zurückgebaut. So können auf einer Gesamtfläche von etwa 80 Hektar in den beiden Projektgebieten durch die IBA Hamburg GmbH neue Quartiere zum Wohnen und Arbeiten entwickelt werden. Auf städtischen Flächen entstehen hier ca. 3.700 Wohnungen, neue Gewerbeflächen, Kindertagesstätten, eine Grund- und Stadtteilschule sowie eine Landschaftsachse mit Kleingärten, Sport-, Freizeit- und Erholungsangeboten. Die Radwegeverbindung mit parallelem Fußgängerweg bietet das besondere Erlebnis, an der Landschaftsachse spazieren zu gehen oder mit dem Rad entlang zu fahren.

Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb „Wohnen und Arbeiten zwischen den Kanälen“

Von Anfang April 2016 bis Mitte Juli 2016 führte die IBA Hamburg GmbH in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte den städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb "Auf gute Nachbarschaft - Wohnen und Arbeiten zwischen den Kanälen" durch. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, mit der bereits vor Erstellung der Auslobungsunterlagen begonnen worden ist, wurde dem Projekt "Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln" der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg und seinen Kooperationspartnern, dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg und dem vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V., übertragen. Details und Ergebnisse zum Beteiligungsverfahren finden Sie unter www.perspektiven-elbinseln.de.

Am 14. Juli 2016 entschied sich das Preisgericht, bestehend aus acht Fachpreisrichtern sowie fünf Sachpreisrichtern mit nur einer Gegenstimme für den Entwurf von Hosoya Schaefer Architects AG mit Agence Ter. Zwei Tage zuvor hatten die sieben teilnehmenden Planungsbüros ihre Entwürfe in einer öffentlichen Abschlusspräsentation vorgestellt. Über 100 Bürgerinnen und Bürger setzten sich daraufhin mit den Entwürfen auseinander und sprachen sich ebenfalls dafür aus, dass der Entwurf von Hosoya Schaefer Architects und Agence Ter - neben zwei weiteren Entwürfen - die Belange des Stadtteiles am besten umsetzt.

Impressionen und Rückblicke

  • IBA Hamburg GmbH / Falcon Crest Air

    Die drei Gebiete Wilhelmsburger Rathausviertel, Elbinselquartier und Spreehafenviertel (von süd nach nord) und der Hamburger Hafen.

  • Elbinselquartier Feierabendspaziergang Plan Credits: Daniela Hoffmann/ IBA Hamburg

    Feierabendspaziergang durch das Plangebiet Elbinselquartier

  • Elbinselquartier Feierabendspaziergang Impression Credits: Daniela Hoffmann/ IBA Hamburg

    Feierabendspaziergang durch das Plangebiet Elbinselquartier

  • IBA Hamburg GmbH / Axel Nordmeier

    Ruderer auf dem Aßmannkanal (Juli 2018)

  • IBA Hamburg GmbH / Axel Nordmeier

    Kleingärten am Aßmannkanal (Juli 2018)

  • IBA Hamburg / Jan Linnemann

    Öffentliche Zwischenpräsentation des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs "Auf gute Nachbarschaft - Wohnen und Arbeiten zwischen den Kanälen"

  • IBA Hamburg GmbH / Jo Larsson

    Öffentliche Abschlusspräsentation des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs "Auf gute Nachbarschaft - Wohnen und Arbeiten zwischen den Kanälen"

  • Elbinselquartier Wettbewerb Oeffentliche Abschlusspraesentation Credits: IBA Hamburg/ Jan Linnemann

    Öffentliche Abschlusspräsentation des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs "Auf gute Nachbarschaft - Wohnen und Arbeiten zwischen den Kanälen"

Wie geht es weiter?

Die IBA Hamburg informiert jährlich in einem öffentlichen Projektdialog über den aktuellen Planungsstand und beantwortet die Fragen von Bürgerinnen und Bürgern.

Derzeit wird für das Elbinselquartier unter der Federführung des Bezirksamts Hamburg-Mitte Baurecht geschaffen. Ab voraussichtlich Ende 2020 werden erste Erschließungsmaßnahmen sowie der Rückbau des Damms der Wilhelmsburger Reichsstraße beginnen. Über Grundstücksangebote für interessierte Investoren, Wohnungsbaugesellschaften und Baugemeinschaften werden wir auf dieser Seite informieren, sobald die Vermarktung beginnt. Grundstücke für Einfamilienhäuser sind nicht vorgesehen. Für die Vermietung oder den Verkauf von Wohnungen ist die IBA Hamburg nicht zuständig.

Zum Projektverlauf

Auf einen Blick:
Quartiersentwicklung in Wilhelmsburg

Die drei Projektgebiete Spreehafenviertel, Elbinselquartier und Wilhelmsburger Rathausviertel erstrecken sich vom Norden der Insel hin bis zum Inselpark. Das Wohnungsbaupotenzial liegt hier bei rund 4.900 neuen Wohneinheiten. Besonderheit ist die grüne Achse, die durch die Entwicklungen entsteht.

Mit Georgswerder im Osten der Insel kommen weitere rund 190 Wohneinheiten sowie Gewerbe hinzu.

Weitere rund 800 Wohneinheiten können in den Gebieten Georg-Wilhelm-Höfe und Inselparkquartier entstehen. Hier laufen derzeit die planerischen/bebauungsplanrechtlichen Verfahren bzw. sind in Vorbereitung.

Uebersichtskarte wilhelmsburg

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