Zusammen Zuhause in Wilhelmsburg

Worum geht es?

In Wilhelmsburg entstehen in den nächsten Jahren rund 4.800 Wohnungen, verteilt über das Wilhelmsburger Rathausviertel, das Elbinselquartier und das Spreehafenviertel. Auch viele Baugemeinschaften (bis zu 20%) sollen sich hier ansiedeln.

Baugemeinschaften sind bunt und vielfältig und bieten die Möglichkeit, eigenen Wohnraum zu schaffen und mit Gleichgesinnten zu leben. Ein besonderes Anliegen ist es, gezielt Bewohnerinnen und Bewohner der Elbinseln für das Bauen in der Gemeinschaft zu begeistern, sich ihr eigenes Zuhause in Wilhelmsburg zu schaffen und somit aktiv an der Mitgestaltung der eigenen Nachbarschaft mitzuwirken.

Baugemeinschaften sind in der Regel eine Gruppe von Menschen mit einer gleichen Idee vom Zusammenleben. Von generationsübergreifenden Gruppen, Senior:innengemeinschaften, Kunst- und Kreativschaffenden oder Gemeinschaften, die einen sozialen Beitrag für die Nachbarschaft leisten wollen, ist hier alles dabei.

Fotos: IBA Hamburg / Johannes Arlt

Zusammen Zuhause in Wilhelmsburg

Baugemeinschaften bunt

Was ist eine Baugemeinschaft?

In einer Baugemeinschaft schaffen sich mehrere Menschen gemeinsam eigenen Wohnraum. In Wilhelmsburg bspw. werden zahlreiche Grundstücke für Mehrfamilienhäuser für Baugemeinschaften reserviert. Die Mitglieder einer Baugemeinschaft sind direkt in den Planungs- und Bauprozess des gesamten Gebäudes und der dazugehörigen Freiflächen involviert. Das erfordert viel Engagement und Kompromissbereitschaft in der Gruppe, bringt aber auch einige Vorteile: das Bauen nach den eigenen Wünschen und Bedarfen (der Gruppe), das Leben in einer aktiven Gemeinschaft oder die Verwirklichung eigener Ideen. Für das Bauen in einer Baugemeinschaft gibt es Fördergelder der Stadt Hamburg.

Baugemeinschaften auf den Punkt gebracht

  • Ein Video der Agentur für Baugemeinschaften

Mehr Informationen zu den Projektgebieten

Hier lässt es sich gut leben! In Wilhelmsburg entstehen in den nächsten Jahren neue, lebendige Nachbarschaften. Dies ist möglich, da die alte Wilhelmsburger Reichsstraße verlegt und somit Platz für Wohnungsbau, Parks, Plätze, Bildungsstätten, Sport- und Freizeitangebote, neue Arbeitsplätze und viele weitere Nutzungen entstehen wird. Das Besondere ist die grüne Achse, die zukünftig zum Flanieren vom Inselpark im Süden bis hoch zum Spreehafen im Norden einlädt. Radwege, Grünflächen, Wasserplätze, Kleingartenanlagen, (Wasser-)sportangebote, Gastronomie – hier entstehen tolle Räume für Alteingesessene, neue Bewohner:innen sowie Inselbesucher:innen.

In den drei Quartieren Wilhelmsburger Rathausviertel, Elbinselquartier und Spreehafenviertel werden ca. 10.000 Menschen ein neues Zuhause finden. Neben (geförderten) Miet- oder Eigentumswohnungen für Familien oder Singles bieten z. B. Studierendenwohnungen jungen Leuten eine Perspektive. Ältere Menschen finden hier ein altengerechtes Angebot. Vor allem aber sollen hier auch viele Baugemeinschaften (bis zu 20%) ein neues Zuhause finden. So entsteht eine tolle neue Nachbarschaft für alle Zusammen Zuhause in Wilhelmsburg.

Auf diesen Seiten finden Sie weitere Informationen zu den Projektgebieten. In den interaktiven Karten können Sie bereits sehen, welche Baufelder für Baugemeinschaften vorgesehen sind. Wählen Sie dafür einfach in der Karte oben links den Filter "Baugemeinschaften". (Änderungen vorbehalten, Stand April 2021)

Karte Uebersicht Baugemeinschaften Wilhelmsburg IBA Hamburg

Übersichtskarte Grundstücke/Baufelder für Baugemeinschaften

Schritt für Schritt zur Baugemeinschaft

Gleichgesinnte finden

  • im Freundes- oder Bekanntenkreis
  • über die Kontaktbörse der Agentur für Baugemeinschaften

Gemeinsam Ideen entwickeln
Themen könnten sein:

  • Wohnen mit gemeinschaftlichem Treffpunkt
  • Mehrgenerationenwohnen
  • Nachbarschaftliche, diverse Wohnkonzepte
  • Integration eines Stadtteilcafés oder Stadtteiltreffpunkts
  • Autoarmes Wohnen
  • Ökologisch nachhaltiges Wohnen o. ä.

Interessentenbogen bei der Agentur für Baugemeinschaft ausfüllen

Dadurch erfolgt die Registrierung als Baugemeinschaft, die sich potenziell auf städtische Grundstücke bewerben kann.

Eine Rechtsform auswählen

z. B. Kleingenossenschaft, in Kooperation mit einer Bestandsgenossenschaft, im Eigentum

Interesse für ein Grundstück bekunden

Die IBA Hamburg vergibt die Grundstücke per Interessenbekundungsverfahren. Um daran teilzunehmen, muss zunächst ein Formular mit den Basisangaben eingereicht werden. Das Interessenbekundungsverfahren startet voraussichtlich im September 2021. Weitere Informationen zum Ablauf des Interessenbekundungsverfahrens werden wir zeitnah auf dieser Seite veröffentlichen.

Konzeptionsphase

Passende Baugemeinschaften erhalten einen Reservierungsvorschlag für ein Baufeld für 12 Monate. In dieser Phase ist Zeit, sich eine:n Baubetreuer:in und ein Architekturbüro zu suchen sowie das Planungskonzept weiter auszuarbeiten. In dieser Zeit muss die vollständige Bewerbung bei der IBA Hamburg eingehen. Dazu gehören u. a. Finanzierung, Entwurfsidee, inhaltliches Konzept etc.

Qualifizierungsphase

Erfüllt die Bewerbung alle erforderlichen Kriterien und wird positiv bewertet, geht es in die sogenannte Qualifizierungsphase/Anhandgabephase. Hier werden planungsrechtliche Bestimmungen geprüft, die erfüllt werden müssen. Z. B. Abstimmung Entwurfsplanungen, Baugenehmigungsverfahren und weitere. Auch hierbei unterstützen die Baubetreuer:innen.

Bauen

Wenn alles abgenommen und genehmigt wurde und das Grundstück in Erbbaurecht an die Baugemeinschaft übergeben wurde, startet schließlich der eigentliche Bau. Auch hier muss sich in der Gruppe immer wieder abgestimmt und engagiert werden.

Einziehen und wohlfühlen

Es ist geschafft, das Bauprojekt ist fertig und die neue Wohnung kann bezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie gründe ich eine Baugemeinschaft?

Am Anfang geht es darum, Gleichgesinnte zu finden und sich mit anderen Baugemeinschaftsinteressierten über die eigenen Wohnideen auszutauschen. Dies kann beispielsweise im Freundes- und Bekanntenkreis erfolgen. Als Plattform zum Kennenlernen und Austauschen kann ebenso die Kontaktbörse für Baugemeinschaften dienen.

Wenn sich mehrere Mitstreiter:innen zu einer Gruppe zusammengefunden haben, kann sich die Baugemeinschaft bei der Agentur für Baugemeinschaften registrieren lassen, indem sie den Interessentenbogen ausfüllt. Für die Registrierung einer Baugemeinschaft braucht es mind. drei Haushalte.

Von Vorteil ist es, wenn die Gründungsmitglieder sich zu diesem Zeitpunkt bereits über die Eigentumsform (z. B. Kleingenossenschaft, in Kooperation mit einer Bestandsgenossenschaft, im Eigentum, etc.) sowie das inhaltliche Konzept verständigen. Weitere Informationen hierzu liefert die Agentur für Baugemeinschaften.

Ich habe bereits eine Baugemeinschaft - kann ich mich auf ein Grundstück bewerben?

Die IBA Hamburg freut sich über das große Interesse an den neuen Wohnquartieren in Wilhelmsburg wie das Wilhelmsburger Rathausviertel, das Elbinselquartier und das Spreehafenviertel. Derzeit laufen in allen drei Gebieten noch die Bebauungsplanverfahren, die vom Bezirk Hamburg-Mitte durchgeführt werden.

Voraussichtlich ab September 2021 beginnt ein erstes Interessenbekundungsverfahren. Interessierte Baugemeinschaften können dann ihr Interesse für ein Grundstück in den oben genannten Gebieten bekunden. (Siehe auch "Was ist ein Interessenbekundungsverfahren?")

Registrieren Sie sich gerne hier für unseren IBA-Newsletter, um über aktuelle Entwicklungen der Projektgebiete informiert zu werden. Es werden bei der IBA Hamburg keine Interessentenlisten geführt. Sobald der Termin für den Start des Interessenbekundungsverfahrens feststeht, wird dieser über den IBA-Newsletter oder auf dieser Webseite bekannt gegeben.

Was ist ein Interessenbekundungsverfahren?

Die IBA Hamburg vergibt die Grundstücke in den Projektgebieten Wilhelmsburger Rathausviertel, Elbinselquartier und Spreehafenviertel per Interessenbekundungsverfahren. Dafür ist zunächst eine einfache Interessenbekundung mit Basisangaben zur geplanten Baugemeinschaft notwendig. Über einen Zeitraum von ca. 2 Monaten können diese eingereicht werden. Die IBA Hamburg sichtet in Kooperation mit der Agentur für Baugemeinschaften die eingegangenen Bewerbungen und macht passenden Baugemeinschaften einen Reservierungsvorschlag für ein Baufeld/Grundstück. Auf einigen Baufeldern werden auch mehrere Baugemeinschaftsprojekte realisiert, sodass hier sich ergänzende und zusammenpassende Projekte ausgewählt werden. Die Konzeptionsphase gilt dann für etwa 12 Monate. In dieser Zeit hat die Baugemeinschaft Zeit, sich eine:n Baubetreuer:in und ein Architekturbüro zu suchen, die Finanzierung zu klären und die vollständige Bewerbung einzureichen. Das Interessenbekundungsverfahren soll voraussichtlich im September 2021 starten und in etwa zwei Mal im Jahr stattfinden. Es besteht also die nächsten Jahre immer wieder die Möglichkeit, sich als Baugemeinschaft auf Grundstücke zu bewerben. Im Durschnitt braucht es ca. 1-2 Jahre von der ersten Idee bis zur vollständigen Bewerbung.

Alle detaillierten Informationen zum Interessenbekundungsverfahren werden zum Verfahrensstart auf dieser Webseite veröffentlicht.

Ich habe Interesse an einer Baugemeinschaft, kann ich mich in eine Liste eintragen lassen?

Die IBA Hamburg führt keine Interessentenlisten für an Baugemeinschaften interessierte Einzelpersonen. Der richtige Ansprechpartner hierfür ist die Agentur für Baugmeinschaften, vor allem die extra dafür ins Leben gerufene Kontaktbörse "Baut zusammen".
Diese besteht sowohl als Offline- als auch als Online-Angebot.

Wo bekomme ich weitere Beratung?

Die Agentur für Baugemeinschaften

Die Agentur für Baugemeinschaften ist Ihre erste Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund um das Format Baugemeinschaft. Die Mitarbeiter:innen begleiten Sie von der ersten Idee bis zur Realisierung. Sie beraten Gruppen über die Verfahren für Baugemeinschaften, die verschiedenen Rechtsformen und auch Fördermöglichkeiten. In der Kontaktbörse der Agentur für Baugemeinschaften können sich zukünftige Bauherren kennenlernen und vernetzen.Hier finden Sie Angebote von bereits bestehenden Baugemeinschaften sowie Gesuche von interessierten Einzelpersonen oder Kleingruppen: Baut zusammen – die Kontaktbörse der Agentur für Baugemeinschaften.

Ab dem 11. Mai 2021 bietet die Agentur für Baugemeinschaften jeden 2. Dienstag im Monat eine Sprechstunde - Baugemeinschaften für Einsteiger - an, in der Fragen zum Format Baugemeinschaft beantwortet werden können.

Email: baugemeinschaften@bsw.hamburg.de

Die IBA Hamburg

Für alle Fragen rund um die Quartiersentwicklung oder die Vergabe der Grundstücke steht Ihnen die IBA Hamburg gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass die IBA Hamburg keine Vermittlung von interessierten Einzelpersonen anbieten kann.

Email: baugemeinschaft@iba-hamburg.de

Was genau sind Baubetreuer:innen? Welche Aufgaben übernehmen Baubetreuungs- und Architekturbüros?

Für eine Baugemeinschaft spielen die Baubetreuungs- und Architekturbüros eine unverzichtbare Rolle. Die Baubetreuung unterstützt die Baugemeinschaft in allen Belangen rund um die Projektorganisation und die Finanzierung und klärt die rechtlichen und vertraglichen Fragen mit der Gruppe. Die Baubetreuer:innen übernehmen oftmals die Moderation der Gruppenprozesse und beraten hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung der Baugemeinschaft. Da das gemeinschaftliche Bauen viel Fachexpertise, Kommunikation und Ausdauer erfordert, ist die Beauftragung eines Baubetreuungsbüros verpflichtend und Voraussetzung für den Zuschlag eines städtischen Grundstückes an die Baugemeinschaft. Bei Kooperationsprojekten mit Bestandsgenossenschaften übernimmt diese viele der genannten Aufgaben. Die Baubetreuung arbeitet eng mit dem von der Baugemeinschaft beauftragten Architekturbüro zusammen. Aufgabe der Architekt:in ist es, die Wünsche und Ideen der Gruppe in realisierbare Grundrisse und Gebäudegestaltung umzusetzen. Bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung sollte die Baugemeinschaft möglichst wissen, welche Baubetreuung sie bei erfolgreicher Bewerbung begleiten wird und welches Architekturbüro beauftragt werden soll.

Kann jede:r eine Baugemeinschaft gründen?

Grundsätzlich hat jede:r die Möglichkeit, eine Baugemeinschaft zu gründen. Durch die unterschiedlichen Rechtsformen gibt es auch unterschiedliche Möglichkeiten für die jeweiligen Voraussetzungen der Baugemeinschaftsinteressenten.

Wichtig ist aber, dass die potenziellen Mitglieder bereit sind, sich im gesamten Prozess zu engagieren und einzubringen. Das Bauen in der Gruppe erfordert Eigeninitiative, Zeitinvestition, Kompromissbereitschaft und den Wunsch nach Mitgestaltung.

Das Gründen in einer Baugmeinschaft ist keine Alternative zu einer günstigen Eigentums- oder Mietwohnung. Alle Mitglieder sollten sich mit der Grundidee identifizieren. Dann bietet die Baugemeinschaft viele Vorteile (s. o.).

Aus Erfahrungen zeigt sich, dass der gesamte Prozess, von der Idee bis zum Einzug, in der Regel mehrere Jahre dauert.

Kann ich auch nur eine Wohnung in einer Baugemeinschaft mieten?

Nein, grundsätzlich erschafft eine Baugemeinschaft sich gemeinsamen eigenen Wohnraum mit dem Ziel, dort langfristig zu leben. Sollte es trotzdem mal vorkommen, dass in einer Baugemeinschaft eine Wohnung frei wird, ist die Baugemeinschaft selbst dafür verantwortlich, Nachmieter:innen zu finden. Die IBA Hamburg hat keine Informationen dazu und ist nicht für die Vermittlung zuständig. Einige Baugmeinschaften suchen in der Kontaktbörse der Agentur für Baugmeinschaften nach neuen Mitgliedern.


Wird es in den Quartieren besondere Anforderungen an Baugemeinschaften geben?

In Wilhelmsburg sollen vielfältige und lebenswerte Quartiere mit einer hohen Qualität entstehen. Um dies zu gewährleisten, werden an alle Bauherren, auch an Baugemeinschaften, besondere Anforderungen gestellt.

Grundlegende Anforderungen sind zunächst einmal im Funktions- und Bebauungsplan festgesetzt. Ergänzend dazu hat die IBA Hamburg einen Gestaltungsleitfaden entwickelt, um eine quartiersübergreifende qualitativ hochwertige Gestaltung zu gewährleisten. Es gibt auch noch weitere Anforderungen zu beachten, die für das Gesamtgefüge aller drei Quartiere von Bedeutung sind, z. B. für das übergeordnete Mobilitätskonzept.

Welche Vorgaben für das jeweilige Baufeld/Grundstück im Detail zu beachten / zu erfüllen sind, werden im Verlauf des Verfahrens anhand von Exposés kommuniziert.

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Elbinselquartier, Spreehafenviertel, Wilhelmsburger Rathausviertel
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Elbinselquartier, Georgswerder, Spreehafenviertel, Wilhelmsburger Rathausviertel
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  • Neue Hamburger Terrassen Patrick Bauer

    Warum haben Sie sich für das Bauen in der Gemeinschaft entschieden?

    Bauen in der Gemeinschaft ist günstig, aber der Planungsprozess war herausfordernd. Es mussten gemeinsame Entscheidungen getroffen werden. Bei uns hat das zu einer lebhaften und konstruktiven Diskussionskultur geführt. Gleichzeitig konnten wir Verantwortung, Risiko und Ängste teilen. Durch die Entscheidung für eine Baugemeinschaft hat sich unser Freundeskreis vergrößert. Es ist immer jemand da und wir helfen uns gegenseitig z. B. beim Pakete annehmen, Blumen gießen oder Butter leihen. Und wir feiern auch gerne zusammen. Hier leben Familien, Rentner, Paare und Individualisten. Auch haben sich Gruppen immer wieder im Stadtteil engagiert, insbesondere für Flüchtlinge. Hier in Wilhelmsburg lebt es sich sehr gut. Es ist zentrumsnah, ruhig und trotzdem gibt es (fast) alles was man braucht. Wilhelmsburg hat viel Alternativkultur, Bewegungsmöglichkeiten und familiäre Bars.

    Familie Schröder/Bauer, Bewohner:innen Neue hamburger Terrassen

  • IBA Hamburg GmbH / Bente Stachowske

    Was ist das besondere an den neuen Quartieren in Wilhelmsburg?

    Im Spreehafenviertel, Elbinselquartier und dem Wilhelmsburger Rathausviertel entwickeln wir vielfältige neue Nachbarschaften, in denen sich ganz unterschiedliche Menschen wohlfühlen werden. Hier wird eine besondere Atmosphäre entstehen, die den spezifischen Charakter Wilhelmsburgs aufgreift und weiterführt. Allein die Lage zwischen den Kanälen, mit viel Grün und den neuen Landschaftsachsen sowie die vorhandene Urbanität sorgen für eine spannende Mischung. Besonders für Baugemeinschaften wird es interessant, denn hier lassen sich viele gute Ideen verwirklichen. In den unterschiedlichen Lagen ist Platz für nachhaltige Konzepte, gemischte Gruppen, die verschiedene Angebote für den Stadtteil schaffen, aber auch für kreative Planungen, die z. B. Ateliers oder Werkstätten zum Gegenstand haben. Ich bin sicher, die Baugemeinschaften bringen einen Mehrwert für das Quartier.

    Christian Hinz, Projektkoordinator IBA Hamburg

  • 3

    Warum wollen Sie in einer Baugemeinschaft bauen?

    Moin! Ich bin Tanju und gemeinsam mit Lea, Till und Stephan sind wir die Grüne Mitte, eine Baugemeinschaft aus Hamburg-Wilhelmsburg. Seit vielen Jahren sind wir auf der Elbinsel zu Hause, sind Nachbarn und einige von uns arbeiten hier. Wir möchten in einer Baugemeinschaft in Wilhelmsburg bauen, weil es ein Leben in Gemeinschaft und guter Nachbarschaft bedeutet, ein vielfältiges und tolerantes Miteinander und mehrere Generationen unter einem Dach vereint. Wir planen Gemeinschaftsflächen für verschiedenen Aktivitäten und wir möchten eine Fläche gemeinsam mit einem regionalen sozialen Träger betreiben. Außerdem liegt uns ein nachhaltiges, ökologisches Bauen, ein Energie-Effizienzter Bau und auch ein Beitrag zur Mobilitätswende (Carsharing, Bikesharing, etc) am Herzen.

    Und darum möchte ich aktiv an der Gestaltung von Wilhelmsburg teilhaben.

    Tanju Bulut, Möchte eine Baugemeinschaft in Wilhelmsburg gründen

  • Agentur für Baugemeinschaften / BSW

    Was macht die Agentur für Baugemeinschaften?

    Baugemeinschaften haben in Hamburg Tradition und sind wichtige Kooperationspartnerinnen für eine lebendige Quartiersentwicklung. Für alle, die ihre Idee vom gemeinschaftlichen Bauen und Wohnen umsetzen, ist der Weg aber immer auch ein Stück weit „Abenteuer“. Daher wird in Hamburg jede Gruppe professionell unterstützt: Architektinnen und Architekten, Baubetreuerinnen und Baubetreuer sowie Genossenschaften begleiten die Umsetzung. Wir, die Agentur für Baugemeinschaften, stehen als städtische Ansprechpartnerin allen Interessierten zur Seite. Gerne beantworten wir alle Fragen rund um das Thema Baugemeinschaften. Schreiben Sie uns unter oder besuchen Sie unsere Kontaktbörse „Baut zusammen!“ Dort vernetzen sich bestehende Baugemeinschaften, und neue finden zusammen: www.baut-zusammen.hamburg

    Bendix Bürgener und Johanna Londong, Agentur für Baugemeinschaften - Projektgruppe Entwicklungsquartiere

Ihre Ansprechpartner

Die IBA Hamburg

Für alle Fragen rund um die Quartiersentwicklung oder die Vergabe der Grundstücke steht Ihnen die IBA Hamburg gerne zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass die IBA Hamburg keine Vermittlung von interessierten Einzelpersonen oder eine allgemeine Beratung zu Baugemeinschaften anbieten kann.

Iba Logo Claim 4 C unten negativ

Die Agentur für Baugemeinschaften

Die Agentur für Baugemeinschaften ist Ihre erste Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund um das Format Baugemeinschaft. Die Mitarbeiter:innen begleiten Sie von der ersten Idee bis zur Realisierung. Sie beraten Gruppen über die Verfahren für Baugemeinschaften, die verschiedenen Rechtsformen und auch Fördermöglichkeiten. In der Kontaktbörse der Agentur für Baugemeinschaften können sich zukünftige Bauherren kennenlernen und vernetzen. Hier finden Sie Angebote von bereits bestehenden Baugemeinschaften sowie Gesuche von interessierten Einzelpersonen oder Kleingruppen: Baut zusammen – die Kontaktbörse der Agentur für Baugemeinschaften.

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Beispiele für Baugemeinschaftsprojekte

  • IBA Hamburg / Martin Kunze

    Neue Hamburger Terrassen

    Die Neuen Hamburger Terrassen sind im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg 2006-2013 entstanden. Das Projekt sticht besonders durch seine überzeugende Architektur hervor: Die Mischung aus Reihenhäusern und Geschosswohnungstypen fügt sich sehr gut in den angrenzenden Park und die Umgebung ein. Das Konzept sieht die Straße als Begegnungsort vor. Außerdem zeigt die Baugemeinschaft ein großes soziales Engagement über den Stadtteil hinaus. Die Baugemeinschaft setzt sich aus mehreren Generationen und vielen Familien zusammen, zeitweise wohnten Geflüchtete mit in dem Wohnprojekt.

  • Fotos: Sebastian Baller

    DOCK 71

    Die Baugemeinschaft Dock 71 hat ihr Wohnprojekt in der HafenCity realisiert. Entstanden ist ein verhältnismäßig großes Wohnprojekt mit 59 Wohnungen, 3 Wohn-Gewerbeeinheiten, 7 Gewerbeeinheiten, einem Gemeinschaftsraum und einer Dachlandschaft mit gemeinschaftlichen wie auch privaten Bereichen. Das Erdgeschoss umfasst neben dem Gemeinschaftsraum Büronutzungen, ein Café und eine Kindertagesstätte. Um das Ziel des autoarmen Wohnens zu erreichen, erarbeiteten die Bewohnerinnen und Bewohner in Zusammenarbeit mit der TU Hamburg ein umfassendes Mobilitätskonzept.

  • © WEG-Marktstr. 7-9

    WEG Marktstraße

    Im Karolinenviertel auf St.Pauli hat die Baugemeinschaft WEG Marktstraße ein Wohnprojekt entwickelt, das aus einer historischen Bebauung und einem straßenseitigen Neubau besteht. Der Neubau beinhaltet neben neun überwiegend gefördert errichteten Eigentumswohnungen eine Gewerbeeinheit im EG, einen Gemeinschaftsraum sowie eine gemeinschaftliche Dachterrasse. Im Hinterhof wurden die denkmalgeschützten Budenhäuser im bewohnten Zustand von den Bewohnerinnen und Bewohnern saniert. Besonders ist hier auch der solidarische Finanzierungsansatz: Bürgschaften der Baugemeinschaftsmitglieder im Vorderhaus ermöglichen den einkommensschwachen Bestandsmieterinnen und –mietern der Hofbebauung den Erwerb ihrer Wohnungen.

  • Architekturfotografie Open House - IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein

    Open House

    Im Reiherstiegviertel ist im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg 2006-2013 mit dem Open House die erste Baugemeinschaft auf den Elbinseln entstanden, ein gemeinschaftlich geplantes Gebäude, das sich dem Stadtteil öffnet. Besonderes Merkmal ist das innovative, energieeffiziente Gebäudekonzept. Eigens für dieses Projekt haben sich der Investor steg, die Baugemeinschaft Schipperort e.V. und die Baugenossenschaft Schanze e. G. zusammengeschlossen, um innovative Wohnangebote und verschiedene Wohnformen für eine gemischte Bewohnerschaft zu realisieren.