Bauhaus Erde: Neue Ansätze für nachhaltige Städte

Wie kann Bauen vom Klimaproblem zur Klimalösung werden und welche Rolle spielen dabei Materialien, die wir bisher kaum im Blick hatten?
In der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit dem Architekten, Stadtforscher Prof. Dr. Philipp Misselwitz.
Als Geschäftsführer von Bauhaus Erde beschäftigt er sich mit einer der zentralen Fragen unserer Zeit: Wie lassen sich Klimaschutz, Ressourcenschonung und Stadtentwicklung zusammenbringen? Im Gespräch geht es um die Bauwende, neue Materialkreisläufe, biobasierte Baustoffe und die Frage, warum viele innovative Lösungen den Weg aus der Forschung noch nicht in die breite Anwendung gefunden haben.
Philipp Misselwitz erläutert, warum die Zukunft des Bauens nicht allein in neuen Technologien liegt, sondern auch in einem anderen Umgang mit Ressourcen: „Wir sollten in Zukunft viel weniger Material in den Baukreislauf einspeisen, viel bewusster das Material da einsetzen, wo es gut performt, wo es gebraucht wird.“ Dabei setzt er auf eine Vielfalt naturbasierter Baustoffe und eine konsequente Kreislaufwirtschaft.
Anhand konkreter Beispiele berichtet Misselwitz von innovativen Erdbausteinen aus Baustellenaushub, neuen Perspektiven für den Holzbau sowie internationalen Projekten in Afrika und Südostasien. Sein Ziel ist es, nachhaltige Materialien aus der Nische in den Mainstream für Bauprojekte zu bringen: „Wir brauchen aber viel bessere Rahmenbedingungen. Und wir glauben, dass wenn wir die Rahmenbedingungen fairer gestalten, dass die naturbasierten Materialien von sich aus einen Vorteil haben.“
Eine Folge über die Zukunft des Bauens, wie Städte mit alternativen Materialien und neuen Denkweisen klimafreundlicher werden können und welche Hebel es braucht, um nachhaltiges Bauen wirtschaftlich tragfähig zu machen.







