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Spreehafenviertel

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Spreehafenviertel - neue urbane Nachbarschaften

 

Auf dem rund 20 Hektar großen Gebiet zwischen dem gründerzeitlichen Reiherstiegviertel, dem Ernst-August-Kanal und dem Spreehafen ist ein lebendiges Quartier geplant - das Spreehafenviertel. Die städtebauliche Entwicklung des dreieckigen, im Norden der Elbinsel liegenden Spreehafenviertels stellt eine sinnvolle Ergänzung des Reiherstiegviertels sowie der Projektgebiete Elbinselquartier und Wilhelmsburger Rathausviertel dar. Das Zielbild auf Grundlage des Rahmenkonzepts "Hamburgs Sprung über die Elbe - Zukunftsbild 2013+" sieht ca. 1.000 Wohneinheiten, eine Neuordnung und Erweiterung der Sportanlagen sowie eine Arrondierung des östlich angrenzenden Gewerbegebietes vor.

 

Das Verfahren

 

Das Projektgebiet befindet sich in einem direkten Spannungsfeld zwischen Wohnvierteln, einem Gewerbegebiet und dem Hafen und bietet die Möglichkeit, am Südufer des Spreehafens eine neue Stadtkante für Wilhelmsburg auszubilden. In einem flexiblen und transparenten Verfahren wurde schrittweise nach idealen Lösungen für das neue Quartier sowie Anknüpfungen an die bestehenden Nachbarschaften gesucht. In enger Kooperation arbeiteten Planungsbüros, Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute zusammen an einem Konzept für das Projektgebiet. Das Ziel war, ein urbanes, an den Bedarfen der künftig dort lebenden Menschen orientiertes Quartier mit einer vielfältigen Mischung von Wohnen, Gewerbe und Freizeit zu entwickeln. Während des gesamten Prozesses wurden diverse Workshops, Aktionen im Stadtteil, Befragungen sowie Online- und aufsuchende Beteiligung durchgeführt.

 

Von Anfang Juni 2017 bis Mitte Dezember 2017 führte die IBA Hamburg GmbH in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte das städtebaulich-freiraumplanerische Workshopverfahren „Neue urbane Nachbarschaften“ zum Spreehafenviertel durch. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, mit der bereits vor Erstellung des Aufgabenpapiers begonnen worden ist, wurde dem Projekt „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg und seinen Kooperationspartnern, dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg und dem vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V., übertragen.

 

An dem Workshopverfahren nahmen die folgenden drei Planungsteams teil:

 

  • BIWERMAU Architekten BDA, Hamburg mit WES LandschaftsArchitektur, Hamburg
  • COBE, Berlin mit Felixx, Rotterdam
  • Renner Hainke Wirth Zirn Architekten, Hamburg mit G2 Landschaft, Hamburg

Der Wettbewerbsgewinner: BIWERMAU Architekten BDA, Hamburg mit WES LandschaftsArchitektur, Hamburg

 

Am 19. Dezember 2017 entschied sich die Jury, bestehend aus elf Mitgliedern unter Vorsitz der Architektin Julia Tophof einstimmig für den Entwurf von BIWERMAU Architekten mit WES LandschaftsArchitektur. Am 28.11.2017 haben die drei teilnehmenden Planungsteams Ihre Entwürfe in einer öffentlichen Abschlusspräsentation vorgestellt. Über 100 Bürgerinnen und Bürger setzten sich daraufhin mit den Entwürfen auseinander und konnten ein Votum angeben, welcher Entwurf die Belange des Stadtteiles am besten umsetzt. Dabei haben die Bürgerinnen und Bürger einen anderen Entwurf favorisiert. Daher ist bei der weiteren Ausarbeitung des Siegerentwurfes von BIWERMAU Architekten mit WES LandschaftsArchitektur ein zusätzlicher öffentlicher Workshop geplant, in den auch Überarbeitungshinweise aus der Öffentlichkeit einfließen können.

 

Der Entwurf von BIWERMAU Architekten mit WES LandschaftsArchitektur überzeugt insgesamt durch die qualitätsvolle städtebauliche und freiraumplanerische Umsetzung der zu erhaltenden Grünäume sowie der auszubildenden Landschaftsachse entlang des Ernst-August-Kanals zu einem sehr gelungenen neuen Quartier mit ca. 1.000 Wohneinheiten, neuen Gewerbeflächen, einer neuen Sportanlage und einer guten nachbarlichen Anbindung an das Reiherstiegviertel. Besonders überzeugt haben dabei der zentral liegende öffentliche Platz am Wasser mit angrenzendem Solitär, der insbesondere öffentlichkeitsbezogene Nutzungen und eine Kindertagesstätte beheimaten soll sowie der Handwerkshof, der einen Übergang von Gewerbe zu Wohnen ermöglicht. In seiner städtebaulichen Struktur bietet der Entwurf eine weitgehend geschlossene Blockrandstruktur, um den verschiedenen Lärmquellen zu begegnen, wobei im östlichen Bereich innerhalb der Blockrandstruktur auch moderne Stadthäuser ermöglicht werden.

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