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Neues Quartier für die Wilhelmsburger Mitte

Neues Quartier für die Wilhelmsburger Mitte
Einstimmige Entscheidung im Wettbewerb „Wohnen für alle – mitten in Wilhelmsburg“

  • Mitteilung
  • 10. Dez 2015
  • Wilhelmsburger Rathausviertel
Credits: IBA Hamburg GmbH/ Bente Stachowske

Der Wettbewerb „Wohnen für alle – mitten in Wilhelmsburg“ ist entschieden. Nach dem Ende der Internationalen Bauausstellung 2013 nimmt damit nun das zweite große städtebauliche Projekt auf der Elbinsel Fahrt auf. Vor wenigen Wochen wurden bereits die Entwürfe für rund 400 neue Wohnungen entlang der Neuenfelder Straße veröffentlicht.

Hamburg, 10. Dezember 2015. Nach einer rund 3,5 stündigen Sitzung des Preisgerichts gestern Vormittag gaben Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte Andy Grote, IBA Hamburg Geschäftsführerin Karen Pein sowie die Vorsitzende des Preisgerichts, Ingrid Spengler, am Abend im Bürgerhaus Wilhelmsburg den Siegerentwurf des Wettbewerbs „Wohnen für alle – mitten in Wilhelmsburg“ öffentlich bekannt. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Daten und Fakten:

  • Sieger Wettbewerb „Wohnen für alle – mitten in Wilhelmsburg“: DeZwarteHond (Rotterdam, Niederlande und Köln) / RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten (Bonn, Hamburg)
  • Ausloberin des Wettbewerbs: IBA Hamburg GmbH (in Einvernehmen mit Bezirksamt HH-Mitte und BSW)
  • Anzahl der geplanten WE: über ca. 1.400
  • Geplante Gewerbefläche: über ca. 35.000m²
  • Soziale Einrichtungen: KiTa, Studierendenwohnungen
  • Zeitplan Umsetzung: Bebauungsplan-Verfahren 2016 – 2018
  • Hochbaureife: ab 2020
  • Fertigstellung: bis 2023
  • Ergebnis: Vier Entwürfe lagen vor. Die Entscheidung des Preisgerichts fiel einstimmig aus und war identisch mit dem bereits am Vortag abgegebenen Stimmungsbild der Bürgerinnen und Bürger

Besonderheiten des Entwurfs:

Das Quartier wird zu einem lebendigen und nachbarschaftlichen Wohnquartier mit einer eigenen Identität und großer Vielfalt entwickelt. Der Damm der derzeitigen Wilhelmsburger Reichsstraße wird bis auf einige trapezförmige Erhebungen (Jokerflächen) komplett abgetragen. Diese Flächen sollen den künftigen Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit geben, über die Nutzung in diesen Bereichen selber zu entscheiden. Die von der Rathauswettern abzweigenden kleineren Wettern sollen aufgewertet und als fingerartige Grünzüge von der Parklandschaft in das Quartier hineingezogen werden. Der Grünzug entlang des Assmannkanals wird damit ergänzt und insbesondere der Bereich um den Rathaussee städtebaulich aufgewertet. Das Preisgericht hat Empfehlungen für die Weiterentwicklung ausgesprochen, die von den Büros in den bestehenden Entwurf eingearbeitet werden.

Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor: „Mit dem Entwurf schaffen wir eine Identität in Wilhelmsburg, die einmalig in Hamburg ist.“

Andy Grote, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Durch das integrierte Beteiligungsverfahren entspricht der Entwurf den Anforderungen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger in Wilhelmsburg. Das ist eine ideale Grundlage für die weitere Entwicklung.“

Karen Pein, Geschäftsführerin IBA Hamburg GmbH: „Mit dem neuen Quartier in der Wilhelmsburger Mitte setzen wir die Verbindung der verschiedenen Siedlungsteile auf der Elbinsel fort."

Lutz Cassel, Vorstand im Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg: „Ein ganz großer Teil unserer Interessen finden sich in dem Entwurf wieder. Das Verfahren war genau das Richtige für Wilhelmsburg.“

Die IBA Hamburg GmbH hat den kooperativen städtebaulichen Wettbewerb „Wohnen für alle - mitten in Wilhelmsburg“ mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte und in enger Kooperation mit „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ und dem Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg ausgerichtet. Eine Besonderheit des Wettbewerbsverfahrens waren mehrere vorgeschaltete Beteiligungsplattformen für die interessierte Öffentlichkeit. Auf diese Weise flossen verschiedene Interessen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger unmittelbar in die Entwurfsplanungen ein.