Mehr als Arbeiten: Wie sich Gewerbegebiete verändern müssen
Wie können Gewerbegebiete von funktionalen Randlagen zu lebendigen Orten der Stadtentwicklung werden und warum sind sie für die Zukunft unserer Städte wichtiger denn je? Darüber spricht Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, in der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ mit der Transformationsforscherin Dr. Verena Hermelingmeier. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf Gewerbehöfe, urbane Produktion und neue Perspektiven für produktive Stadtquartiere.
Verena Hermelingmeier macht deutlich, dass Gewerbegebiete als „Maschinenräume der Stadt“ eine zentrale Rolle für Wertschöpfung, Innovation und wirtschaftliche Stabilität spielen. Sie plädiert dafür, Arbeiten wieder stärker in das urbane Leben zu integrieren und produktive Orte als wichtige Bausteine resilienter Städte zu verstehen.
Am Beispiel des Bonner Maarwerks zeigt sie, wie durch gemeinsames Lernen und schrittweise Entwicklung ein lebendiges Netzwerk aus Handwerk, Start-ups und weiteren Akteurinnen und Akteuren entstehen kann. Dabei versteht sie Transformation nicht als festen Masterplan, sondern als offenen Prozess und wirbt dafür, bei neuen Gewerbestandorten vor allem Chancen und Mehrwerte sichtbar zu machen: „Nicht nur Restriktionen, sondern was kann man machen mit diesem Gebiet und was ist der Vorteil für euch?“