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Ist Hamburg Vorbild bei der Bewältigung der Klimakrise?

Ist Hamburg Vorbild bei der Bewältigung der Klimakrise?
Senator Jens Kerstan zu Stärken und Schwächen im Klimaschutz

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Ist Hamburg Vorbild bei der Bewältigung der Klimakrise?
Senator Jens Kerstan zu Stärken und Schwächen im Klimaschutz

Der diesjährige Sommer bietet erneut Anlass über die Themen Hitze, Starkregen und Frischluft in der Stadt zu sprechen. Jens Kerstan, Hamburgs Senator für Umwelt, Energie, Klima und Agrarwirtschaft ist zu Gast im Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ der IBA Hamburg. In den Blick genommen werden die städtischen Strategien zur Entsiegelung von Flächen, die Grundidee der Schwammstadt sowie die Auswirkung von grünen Dächern und Fassaden auf das Stadtklima. Dabei müsse die Umsetzung jetzt von erfolgreichen Pilotprojekten in die Breite gehen, sagt Jens Kerstan.

Seine Behörde hat neben Klima, Umwelt und Energie auch die Aufsicht über große städtische Unternehmen wie Hamburg Wasser, die Stadtreinigung oder die Energiegesellschaften und verwaltet den Naturschutz, die Grünflächen, die Gewässer und die Luftqualität in Hamburg. Das bietet Moderatorin Sabine de Buhr viel Stoff für ein spannendes Podcastgespräch. Der Umweltsenator macht deutlich, dass Klimaschutz und Soziales immer zusammengedacht werden müssen, um ein nicht mehr zeitgemäßes gegeneinander ausspielen zu beenden. „Guter Klimaschutz ist gleichzeitig auch Sozialpolitik, wenn man es richtig macht.“

Diskutiert werden zudem die Energie- und Wärmewende in Hamburg mit der Tiefengeothermie in Wilhelmsburg sowie Förderprogramme zur Wärmegewinnung aus erneuerbaren Energien. „Mich stört immer an der Klimadebatte, dass nur über die Investitionskosten geredet wird und nicht über das, was man damit einspart.“ Kerstan lädt dazu ein, auf die Vorteile des erneuerbaren Stroms und der Wärme aus Hamburg zu setzen: „…von Hamburger Handwerker:innen auf das Dach oder in den Keller geschraubt, dann ist man unabhängig von den Schwankungen der Rohstoffmärkte“.