ThementreffAngebote für Senioren und Seniorinnen
Auch im Alter sollen Menschen am Alltag teilhaben und in ihrer gewohnten Umgebung weiter leben können. Die IBA Hamburg zielt darauf ab, statt großer Einrichtungen, quartiersnahe, kleinteilige Wohn- und Versorgungsformen für Senior:innen und pflegebedürftige Menschen umzusetzen und ein Leben in der eigenen Wohnung und damit im vertrauten Umfeld dauerhaft zu ermöglichen.
Geplante Angebote
Eine Haus-Pflege-Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss einer Gruppe von in der Regel ca. zwölf Personen über 65 Jahren mit und ohne Pflegegrad, die in etwa acht bis zehn Wohneinheiten leben. Jede Person verfügt über einen eigenen Mietvertrag. Die Gemeinschaft schließt sich zum Zweck der gegenseitigen Unterstützung und der gemeinsamen Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst zusammen und ermöglicht es pflegebedürftigen Menschen, dauerhaft in ihrer eigenen Wohnung mit individueller Betreuung zu leben. Eine Haus-Pflege-Gemeinschaft verteilt sich auf einer Fläche von ca. 600-700 m² BGF.
In den Wilhelmsburger Neubauquartieren sind insgesamt drei, in Oberbillwerder fünf und in den Fischbeker Reethen drei Haus-Pflege-Gemeinschaften im geförderten Wohnungsbau geplant.
- Wilhelmsburger Rathausviertel: eine Haus-Pflege-Gemeinschaft mit ca. 8-10 Wohneinheiten
- Spreehafenviertel: zwei Haus-Pflege-Gemeinschaften mit ca. 16-20 Wohneinheiten
- Oberbillwerder (1.-7. Bauabschnitt): zwei Haus-Pflege-Gemeinschaften mit ca. 22 Wohneinheiten
- Fischbeker Reethen: drei Haus-Pflege-Gemeinschaften mit ca. 24-30 Wohneinheiten
Eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft ist eine Wohnform für pflegebedürftige und zumeist demenzerkrankte Menschen, die dem Zweck dient, das selbstbestimmte Leben in einem gemeinsamen Haushalt und gleichzeitig eine dauerhafte Versorgungssicherheit zu ermöglichen. Es handelt sich um barrierefreien Wohnraum in Kombination mit Alltagsunterstützung, Pflege und Einbindung in eine Gemeinschaft mit anderen Menschen. Die Unterstützung wird dabei von einer 24-Stunden-Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst organisiert, der bis zu zwölf Menschen in einer Großraumwohnung im Geschosswohnungsbau (mit direktem Zugang zu einem Garten oder einem großen Balkon) betreut. Eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft verteilt sich auf eine Fläche von etwa 480-540 m² BGF.
Insgesamt sind in den Wilhelmsburger Neubauquartieren sechs, in Oberbillwerder fünf bis acht und in den Fischbeker Reethen drei Wohn-Pflege-Gemeinschaften im geförderten Wohnungsbau geplant.
- Wilhelmsburger Rathausviertel: zwei Wohn-Pflege-Gemeinschaften mit bis zu 24 Plätzen
- Elbinselquartier: eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft mit bis zu zwölf Plätzen
- Spreehafenviertel: drei Wohn-Pflege-Gemeinschaften mit bis zu 36 Plätzen
- Oberbillwerder (1.-7. Bauabschnitt): vier Wohn-Pflege-Gemeinschaften mit bis zu 48 Plätzen
- Fischbeker Reethen: drei Wohn-Pflege-Gemeinschaften mit bis zu 36 Plätzen
Das Wohnkonzept Wohnen bleiben im Quartier versteht sich als Weiterentwicklung der Konzepte des Bielefelder Modells und LeNa – Lebendige Nachbarschaft der SAGA, ergänzt um weitere inklusive Versorgungs- und Teilhabeangebote. Es sieht barrierefreie, wie auch rollstuhlgerechte Wohnungen und Gemeinschaftsflächen für unterschiedliche Zielgruppen, insbesondere ältere Menschen mit und ohne Pflegebedarf, Menschen mit Behinderungen und Familien, vor. Grundbaustein dieses Wohnkonzepts sind barrierefreie Konzeptwohnungen für Senior:innen mit und ohne Pflegebedarf. Die Kooperation mit Pflegediensten sichert im Bedarfsfall die Versorgung mit individuellen Pflege- und Betreuungsleistungen ab. Ergänzend werden die Organisation von nachbarschaftlichen Selbsthilfenetzwerken, Freiwilligenarbeit, Unterstützungsangebote im Alltag oder Pflegeberatung durch eine hauptamtliche Koordination initiiert. In den Gemeinschaftsflächen sollen nachbarschaftliche Aktivitäten stattfinden, die zur Stärkung des Miteinanders beitragen. Der Grundgedanke umfasst den lebenslangen Verbleib in der eigenen Wohnung und im vertrauten Umfeld, die Versorgungssicherheit im Quartier – auch bei nächtlichem Bedarf – sowie bedarfsgerechte Unterstützung durch Nachbar:innen oder professionelle Pflege- und Assistenzstrukturen.
Die IBA Hamburg setzt sich in Zusammenarbeit mit der Sozialbehörde für die Entwicklung dauerhafter Finanzierungsmodelle für die quartiersorientierte Versorgungssicherheit in den neuen Quartieren ein.
In den Wilhelmsburger Neubauquartieren sind zwei, in Oberbillwerder fünf und in den Fischbeker Reethen ein Wohnen bleiben im Quartier Wohnprojekt geplant.
- Spreehafenviertel: ca. 60 Konzeptwohnungen
- Elbinselquartier: ca. 100 Konzeptwohnungen
- Oberbillwerder, (1.-7. Bauabschnitt): ca. 100 Konzeptwohnungen
- Fischbeker Reethen: ca. 60-70 Konzeptwohnungen
Servicewohnen ist eine Wohnform für ältere Menschen, die aus einer Kombination von gemietetem, barrierefreiem und rollstuhlgerechtem Wohnraum sowie verschiedenen allgemeinen Betreuungsleistungen besteht. Das Wohnangebot richtet sich an Menschen, die sich weitgehend selbstständig versorgen können. Ein Teil der Betreuungsleistungen wie bspw. die Nutzung des Gemeinschaftsraums sowie eine regelmäßig erreichbare Ansprechperson wird als Grund- oder Standardleistung bezeichnet. Diese Leistungen stehen allen Bewohner:innen zur Verfügung. Für diese Leistungen wird neben dem Mietvertrag ein gesonderter Betreuungsvertrag geschlossen und eine monatliche Betreuungspauschale erhoben. Darüber hinaus können Wahlleistungen angeboten werden. Sollte ein Pflegebedarf hinzukommen, ist die individuelle Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes möglich. Um einen intergenerationalen Mix mit anderen Zielgruppen wie z. B. jüngeren Menschen und Familien zu schaffen, sollen die Servicewohnungen eingestreut untergebracht sein.
In den Wilhelmsburger Neubauquartieren, in Oberbillwerder und in den Fischbeker Reethen ist jeweils ein Servicewohnprojekt geplant.
- Wilhelmsburger Rathausviertel: ca. 70 bis 100 eingestreute Servicewohnungen
- Oberbillwerder, (1.-7. Bauabschnitt): ca. 75 eingestreute Servicewohnungen
- Fischbeker Reethen: eine Servicewohnanlage mit ca. 60-70 Wohnungen
Über die oben genannten Projekte hinaus sollen im Wilhelmsburger Rathausviertel weitere trägergestützte Wohnangebote für Senior:innen realisiert werden, um Raum für neue Konzepte, Kooperationen und innovative Wohnformen zu ermöglichen. Ziel ist es, ein möglichst breites Wohnangebot zu fördern und neue Wege des Zusammenlebens zu erproben, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der älteren Menschen eingehen.
- Wilhelmsburger Rathausviertel: ca. 1.000 m² BGF
Bei einer Tagespflegeeinrichtung handelt sich um eine teilstationäre Einrichtung für pflegebedürftige Menschen mit und ohne kognitive Einschränkungen, die in ihrer eigenen Wohnung leben und schlafen und den Tag (i.d.R. 8h) mit anderen in der Tagespflegeeinrichtung verbringen. Dort erhalten sie pflegerische Betreuung, sozialtherapeutische und rehabilitative Angebote, Freizeitangebote, Verpflegung und Beratung.
Die Einrichtung sollte im Erdgeschoss liegen und über einen direkten Zugang zu einem von Innen einsehbaren, abgeschlossenen Außenbereich verfügen. Für die vorgesehene Größenordnung werden ca. 360 m² BGF zuzüglich Außenfläche benötigt.
In den Wilhelmsburger Neubauquartieren, in Oberbillwerder und in den Fischbeker Reethen ist jeweils eine Tagespflegeeinrichtung geplant.
- Elbinselquartier: eine Tagespflegeeinrichtung für ca. 20 Personen
- Oberbillwerder: eine Tagespflegeeinrichtung für ca. 20 Personen
- Fischbeker Reethen: eine Tagespflegeeinrichtung für ca. 20 Personen