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Smart Material Houses

BIQ

Das BIQ, Bild: IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze Das BIQ, Bild: IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze Das BIQ, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Das BIQ, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Das BIQ, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein Das BIQ, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein

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METROZONEN

 

BIQ

 

Natürlich, effizient und einzigartig – das BIQ setzt als weltweit erstes Gebäude mit einer Bioreaktorfassade neue Maßstäbe. In Glaselementen seiner „Biohaut“ werden Mikroalgen gezüchtet, die zur Energieerzeugung genutzt werden und gleichzeitig die Steuerung von Licht und Schatten kontrollieren können. Im Inneren sorgt ein innovatives Wohnkonzept für maximale Gestaltungsfreiheit des Alltages und erlaubt einen Blick in das städtische Leben der Zukunft. Mit innovativen Wohnkonzepten, dem futuristischen Äußeren und der intelligenten Algenfassade ist das BIQ ein Highlight der Bauausstellung in der Bauausstellung.

 

Ein Gebäude mit einer zweiten grünen Haut

 

In denen der Sonne zugewandten Fassadenseiten, in einer zweiten Außenhülle, die der eigentlichen Gebäudefassade ein Stück vorgestellt ist, werden sie produziert: Mikroalgen – kleinste Pflanzen, meist nicht größer als Bakterien. Sie sorgen dafür, dass das BIQ ein Haus ist, das sich selbst mit Energie versorgen kann. Die Algen müssen dafür nur eins – wachsen. Über einen getrennten Wasserkreislauf in der Fassade werden sie deshalb kontinuierlich mit flüssigen Nährstoffen und Kohlendioxid versorgt. Mit Hilfe der Sonneneinstrahlung können die Algen so Photosynthese betreiben und wachsen. Diese Fassade ist weltweit einmalig und bedient sich neuester Erkenntnisse der Energie- und Umwelttechnik.

 

Mikroalgen – die cleveren Energiebündel

 

Die Algen gedeihen und vermehren sich in einem regelmäßigen Zyklus immer so lange, bis sie geerntet werden können. Dann werden sie von ihrem Muttermedium getrennt und als dicker Algenbrei in den Technikraum des BIQ weitergeleitet. Anschließend können Sie in einer externen Biogasanlage vergoren und so für die Gewinnung von Biogas weiter genutzt werden. Dafür sind Algen besonders gut geeignet, da sie verglichen mit Landpflanzen bis zu fünfmal so viel Biomasse pro Hektar produzieren und besonders viele energetisch nutzbare Öle enthalten. Oder die Algen werden zu Forschungszwecken in der Kosmetik und Nahrungsmittelindustrie verwendet. Je nach Jahreszeit und Bedarf kann die Verwendung der Algen flexibel der Nachfrage angepasst werden (Umwandlung in Wärme im Winter oder Verwendung der Biomasse für Nahrungsmittel in den ertragreichen Sommermonaten).

 

Ein Energiekonzept, das alle natürlichen Kräfte zusammenführt

 

Das BIQ verfügt über ein ganzheitliches Energiekonzept, das sämtliche benötigte Energie zur Erzeugung von Strom und Wärme aus regenerativen Quellen bezieht – fossile Brennstoffe sind also nicht im Spiel. Mithilfe der geernteten Algen-Biomasse in seiner eigenen Hülle kann das BIQ Energie erzeugen. Darüber hinaus gewinnt die Fassade Energie, in dem sie das nicht von den Algen genutzte Licht absorbiert und wie in einer solarthermischen Anlage Wärme produziert, die anschließend entweder direkt für die Warmwasseraufbereitung und Heizung verwendet werden kann oder im Erdboden mit Hilfe von Erdwärmesonden - 80m tiefe Bohrungen gefüllt mit Sole - zwischengespeichert wird. Das besonders zukunftsfähige Energiekonzept ist so in der Lage Solarthermie, Geothermie, einen Brennwertkessel, Nahwärme und die Gewinnung von Biomasse an der Bioreaktorfassade zu einem Kreislauf zusammenzuführen.
Das BIQ speißt zudem Energie in den "Energieverbund Wilhelmsburg Mitte" - ein virtuelles Kraftwerk ein.

 

Mehr als nur eine Hülle – das BIQ zeigt, was Fassaden von morgen leisten können

 

Das BIQ zeigt: Fassaden können in der Zukunft multifunktionale Aufgaben übernehmen und weit mehr sein, als ein ästhetisches Kleid, das gegen Regen und Kälte schützt. Während die nach Nordost und Nordwest ausgerichtete Gebäudeseite mit einer kunstvoll gestalteten Hülle für Aufmerksamkeit sorgt, produzieren die Algen im Inneren der Südwest- und Südostfassade Wärme sowie Biomasse für die regenerative Energieversorgung des Gebäudes. Nebenbei dient die Fassade dem Gebäude natürlich ganz konventionell auch als Schallschutz, isoliert Wärme wie Kälte und sorgt für Beschattung bei starker Sonneneinstrahlung.

 

Großzügige Loggien bieten den Bewohnern einen freien Blick ins Grüne und die Möglichkeit, das Naturkraftwerk Algenfassade aus nächster Nähe zu betrachten. Aber auch die Besucher können der Biohaut beim Wachsen zusehen. Durch das Grün der Fassade kann man erkennen, das die Algen Kohlendioxid abbauen und durch Photosynthese verarbeiten. Die regenerative Energieproduktion ist nach außen hin sichtbar und gewünschter Teil des architektonischen Konzeptes.

 

Wohnen on-demand

 

Im Innenraum zeigt das BIQ heute schon, wie das Wohnen von morgen funktionieren kann. Die zunehmende Vernetzung von Wohnen und Arbeiten und der stärkere Wunsch nach anpassungsfähigem Wohnraum fordert flexible Wohnungsgrundrisse für die Zukunft. Zwei der insgesamt 15 Wohnungen des BIQs verfügen nicht über getrennte Räume, sondern ermöglichen ein Leben „on-demand“. Je nach Bedarf, können einzelne Funktionen der Wohnung – Bad, Küche, Schlafen – wechselnd oder auch gleichzeitig zu einer „neutralen Zone“ dazu geschaltet werden. So prägt der Alltag mit seinen benötigten Nutzungen das Erscheinungsbild der Wohnung und der Grundriss kann flexibel und täglich neu auf den Bewohner und seinen Alltag angepasst werden.

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ADRESSE

Am Inselpark 17
21109 Hamburg

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KENNDATEN

Baubeginn:
Dezember 2011

Fertigstellung:
April 2013

Projektkosten:
ca. 4,5 Mio. Euro

Grundstücksgröße:
ca. 839 qm

Bruttogeschossfläche:
ca. 1.350 qm

Größe der Nutzungseinheiten:
50 – 120 qm

Energiestandard:
Passivhaus

Energieversorgung:
Energieverbund Wilhelmsburg Mitte

KONZEPT

SPLITTERWERK, Label für Bildende Kunst, Graz

Arup GmbH, Berlin

B+G Ingenieure, Frankfurt

Immosolar GmbH, Hamburg

BAUHERREN

Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co.KG
Ansprechpartner: Marc Hoischen
Archenholzstraße 43
22117 Hamburg
Telefon: +49 (0) / 40 73 624-269
mhoischen@otto-wulff.de

Bioreaktorfassade
SSC Strategic Science Consult GmbH
Geschäftsführer:
Dr. habil. Martin Kerner
Beim Alten Gaswerk 5
22761 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 18 997 966
E-Mail:
m.kerner@ssc-hamburg.de
www.ssc-hamburg.de

SPONSOREN

Regelungs- und Verfahrenstechnik:
Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG
Colmarer Str. 6
79576 Weil am Rhein

Bioreaktorfassade:
Colt International GmbH
Briener Strasse 186
47533 Kleve

Energietechnik:
ME-LE Energietechnik GmbH
Eggesiner Straße 9c
17358 Torgelow

Glastechnik:
BGT Bischoff Glastechnik AG
Alexander Str. 2
75015 Bretten

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PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

Preisträger im Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2013/14
 
3. Preis beim Deutschen Fassadenpreis 2013 in der Kategorie Sonderpreis (außergewöhnliche künstlerische Gestaltung)

Zumtobel Group Award 2014 in der Kategorie "Applied Innovations"