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Nachbarschaftliches Wohnen am Vogelhüttendeich

Open House

Das Open House im März 2013, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein Das Open House im Juli 2012, Bild: Oliver Heissner Das Open House im März 2013, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bernadette Grimmenstein Das Open House im Juli 2012, Bild: Oliver Heissner Das Open House im Juli 2012, Bild: Oliver Heissner Das Open House im April 2012, Bild: Martin Kunze

INFOGRAFIK

 

PROJEKTPLAN

 

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STADT IM KLIMAWANDEL

 

Open House

 

Genossenschaftliches Wohnen hat eine lange Tradition in Hamburg. Neben den vielen großen Genossenschaften gibt es auch auf den Elbinseln zahlreiche lokale Gruppen, die gemeinsam ihre Nachbarschaft planen wollen. Im Reiherstiegviertel ist im Rahmen der IBA Hamburg das Open House entstanden, ein gemeinschaftlich geplantes Gebäude, das sich dem Stadtteil öffnet und zugleich neuesten Standards des klimaschonenden Bauens verpflichtet. Gleich drei Investoren waren am ersten Bauprojekt der IBA beteiligt und die erste Baugemeinschaft der Elbinsel hat hier in 18 Wohnungen ein neues Zuhause gefunden.

 

Auf der ca. 5.800 Quadratmeter großen ehemaligen Brachfläche direkt am Ufer des Ernst-August-Kanals sind 44 neue Wohneinheiten entstanden. Eigens für dieses Projekt haben sich der Investor steg, die Baugemeinschaft Schipperort e.V. und die Baugenossenschaft Schanze e.G. zusammengeschlossen, um innovativeWohnangebote und verschiedene Wohnformen für eine gemischte Bewohnerschaft zu realisieren. Durch die Baugemeinschaft und die Schanze e.G. entstanden im West- und Ostflügel des Gebäudes 31 geförderte Mietwohnungen. Im Südflügel des Gebäudes hat die steg sieben frei finanzierte Stadthäuser, fünf Dachlofts und eine Maisonettewohnung errichtet.

 

Der Neubau erfüllt auch in Bezug auf Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Energien höchste Ansprüche. Das Gebäude wurde im Passivhaus-Standard errichtet und verbraucht daher weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr für den Heizwärmebedarf. Das Energiekonzept beinhaltet zwei Blockheizkraftwerke, von denen eines mit Biogas betrieben wird, ergänzt durch einen Spitzenlastkessel als Gas-Brennwerttherme, so dass eine Biogasnutzung von mindestens 40 Prozent erreicht wird. Die Wärme wird für die Beheizung der Räume und die Warmwasserbereitung genutzt. Der durch Kraft-Wärme-Kopplung teilweise mit Biogas erzeugte Strom von ungefähr 43 Megawattstunden pro Jahr wird zu einem Teil selbst genutzt und zum anderen in das öffentliche Netz eingespeist. Gegenüber der gemäß Hamburger Klimaschutzverordnung zulässigen Werte kann dadurch die CO2-Emission der Wärmebereitstellung von 64 Tonnen auf maximal zehn Tonnen pro Jahr reduziert werden. Unter optimalen Bedingungen und einer hohen Ökostrom-Produktion kann die rechnerische CO2-Emission sogar unter Null liegen.

 

Auf dem Flachdach wurde zusätzlich eine Photovoltaikanlage mit einer Leistungvon 72 Kilowatt-Peak (Spitzenleistung) errichtet. Betreiber der Photovoltaikanlage ist die Bürgersolarkraftwerke Rosengarten e.G.. Der erzeugte Strom von ca. 56 Megawattstunden wird teilweise selbst genutzt, teilweise ins öffentliche Netz eingespeist, wodurch zusätzlich etwa 29 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden können. Die Anteile der Bürgersolarkraftwerke Rosengarten e.G. können käuflich erworben werden. Sie werden später verzinst.

 

Der Standard eines Passivhauses wurde somit zu einem "Passivhaus Plus" weiterentwickelt, das im Saldo mehr Energie erzeugt, als für den Betrieb des Gebäudes (Wärme, Warmwasser, Hilfsstrom) benötigt wird. Zusätzlich wird durch die Nutzung und Einspeisung von selbst erzeugtem Ökostrom aus Kraft-Wärme-Kopplung und Photovoltaik mehr CO2 eingespart als unter Nutzung von fossilen Energien ausgestoßen werden würde.

 

Gemeinsam mit der IBA Hamburg haben die Kooperationspartner im Herbst 2007 ein offenes Gutachterverfahren mit fünf nationalen und internationalen Architekturbüros durchgeführt. Das Architekturbüro Onix aus Groningen wurde im November 2007 mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Ihr Entwurf verbindetin einem Y-förmigen Gebäude ästhetisch hochwertige Architektur mit einem Passivhaus-Standard und der Nutzung regenerativer Energien. In einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Büro Kunst + Herbert aus Hamburg wurde der Entwurf überarbeitet und schließlich zwischen April 2010 und Dezember 2011 realisiert.

 

Baugemeinschaftspreis 2011

 

Die Baugemeinschaft Schipperort e.V. wurde für das Projekt Open House mit dem Baugemeinschaftspreis geehrt, der erstmalig von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (Agentur für Baugemeinschaften) ausgelobt wurde. Besonders wurde das innovative, energieeffiziente Gebäudekonzept und das aktive Engagement im Stadtteil gewürdigt. Mit ihrem Projekt in Wilhelmsburg ist die Baugemeinschaft Schipperort die erste Baugemeinschaft in Wilhelmsburg und leistet einen wichtigen Beitrag zur IBA und zum Sprung über die Elbe.

 

Meilensteine des Projekts

  • Herbst 2007: Konkurrierendes Gutachterverfahren
  • April 2010: Baubeginn
  • November 2011: Baufertigstellung und Tag der offenen Tür
  • Dezember 2011: Einzug der Bewohner

 

 

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ADRESSE

Vogelhüttendeich / Dorothea-Gartmann-Straße
21107 Hamburg

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KENNDATEN

Baubeginn:
März 2010

Fertigstellung:
November 2011

Brutto-Geschossfläche: 
6.500 qm

Wohneinheiten:
geförderte Mietwohnungen (1. und 2. Förderweg): 31
Stadthäuser: 8
Lofts: 5

Gesamtinvestitionsvolumen:
ca. 9,8 Mio. Euro gesamt (6,9 Mio. Euro Schanze e.G. und 2,9 Mio. Euro steg)

 

PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

Baugemeinschaftspreis 2011 der Freien und Hansestadt Hamburg

WohnbauPreis Hamburg 2013, 2. Rang

Carl-Friedrich Fischer Preis 2014 - Humanes Wohnen, Auszeichnung

ARCHITEKTEN

Architekten:

Preisträger Wettbewerb:
Onix, Groningen (NL)

 

Entwurf und Planung : 

ARGE Onix / Kunst + Herbert, Hamburg

BAUHERREN

Schanze eG
Ansprechpartnerin:
Rosemarie Oltmann
Tel. 040-432 94 20
Fax 040-879 767 13
r.oltmann@stattbau-hamburg.de

 

steg Hamburg mbH
Ansprechpartner:
Kurt Reinken
Schulterblatt 26 -36
20357  Hamburg
Tel. 040-431 393 42
Fax 040-431 393 13
kurt.reinken@steg-hh.de