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Revitalisierung der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne

Jenfelder Au

Zentrale Wasserkaskade – Jenfelder Au, Bild: West 8 urban design & landscape architecture Baugruppe Garten – Jenfelder Au; Visualisierung: Zweiraum – Büro für Architektur Baugruppe Straße – Jenfelder Au; Visualisierung: Zweiraum – Büro für Architektur Aus der Vogelperspektive – Jenfelder Au, Bild: West 8 urban design & landscape architecture Stadthäuser – Jenfelder Au, Bild: West 8 urban design & landscape architecture Wasser als zentrales Element im Gebiet – Jenfelder Au, Bild: West 8 urban design & landscape architecture

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WEITERE REFERENZPROJEKTE

STADT IM KLIMAWANDEL

 

Quartier Jenfelder Au

 

 

Wohnen und Arbeiten in einem kleinteiligen und grünen Quartier - in der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Jenfeld wird dies Wirklichkeit. Auf dem 35 ha großen ehemaligen Kasernenareal entsteht in den nächsten Jahren ein Stadtquartier mit 770 Wohneinheiten, davon 630 im Neubau. Eine neue, zentrale Grünachse mit einem neu angelegten Teich schafft Aufenthaltsqualität - sie bildet das Rückgrat des Viertels. Zum ersten Mal wird der „Hamburg-Water-Cycle“, ein neuartiges Schmutzwasserkonzept von Hamburg Wasser, im großen Maßstab realisiert.


 

 

Das neue Quartier Jenfelder Au an der Schnittstelle der Ortsteile Jenfeld, Tonndorf und Hohenhorst soll sowohl für Familien als auch für verschiedene Generationen, Nationalitäten und Einkommensschichten attraktiv und erschwinglich sein. Individuelle Stadthäuser, zum Großteil im Eigentum, und Geschosswohnungsbauten werden das Wohnungsangebot in Jenfeld ergänzen. Nach Vorstellung der Wettbewerbsgewinner entstehen Ensembles aus urbanen Stadthaustypen, die in vielfältiger Weise kombiniert und aneinander gereiht werden, so dass ein abwechslungsreiches Stadtbild entsteht. Mit dem Angebot individuell bebaubarer Stadthausparzellen wird ein Grundstücksangebot geschaffen, das es in Hamburg in den letzten Jahrzehnten nicht mehr gab. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass diese verdichtete Variante des Eigenheimbaus auf große Nachfrage stößt. Ein Teil der Kasernengebäude aus den Jahren 1934/35 wird unter Denkmalschutz gestellt und gemeinsam mit dem ehemaligen Exerzierplatz als Gesamtensemble erhalten. Bereits heute werden diese Gebäude durch Studenten der Bundeswehr-Universität genutzt. Mittelfristig sollen sie für Wohnzwecke und soziale Zwecke umgenutzt werden.


Der Planungsprozess ist seit Beginn diskursiv angelegt. Die Stadtteilkonferenz und interessierte Bürger konnten sich schon während der Phase des städtebaulichen Wettbewerbs mit eigenen Vorschlägen in die Präsentationskolloquien einbringen. Der siegreiche Entwurf des Büros West 8 (Rotterdam) basiert auf einem breiten Konsens der lokalen Akteure – aus ihm wurde der Bebauungsplan Jenfeld 23 abgeleitet.



Eine weitere Besonderheit ist der Umgang mit Wasser und Energie. Das stadteigene Infrastrukturunternehmen Hamburg Wasser möchte erstmals im großen Rahmen das Entwässerungskonzept „Hamburg-Water-Cycle“ umsetzen. Regenwasser, Schwarzwasser (aus Toiletten) und Grauwasser (übriges Abwasser) werden getrennt gesammelt und genutzt. Alle Haushalte werden mit Vakuumtoiletten ausgestattet, sodass das gesammelte Schwarzwasser einer Biogasanlage zugeführt werden kann. Mit dem gewonnenen Biogas wird in einem quartierseigenen Heizkraftwerk klimaneutral Wärme und Strom für den neuen Stadtteil erzeugt.


Die Jenfelder Au ist ein Pilotprojekt im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ des BMVBS/BBSR (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung). Im IBA-Präsentationsjahr 2013 werden voraussichtlich erste Realisierungsschritte des Großprojektes zu besichtigen sein.

 

 

Was sind Referenzprojekte? 

 

IBA-Referenzprojekte liegen geographisch außerhalb des eigentlichen Präsentationsgebietes der Bauausstellung, inhaltlich folgen sie ganz den IBA-Kriterien. Wie auch die zahlreichen Projekte auf den Elbinseln und im Harburger Binnenhafen repräsentieren sie die Leitthemen der IBA und tragen auf diese Weise den IBA-Gedanken hinaus in die ganze Stadt.

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ADRESSE

Jenfelder Allee, Kreuzburger Straße, Charlottenburger Straße, Schöneberger Straße
22045 Hamburg

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PREISE UND AUSZEICHNUNGEN

Abwasser- und Energiekreislaufsystem HAMBURG WATER Cycle: Preisträger im Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" 2013/14

PROJEKTTRÄGER

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek, Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung

Ansprechpartnerin: Ramona Goebel

Telefon 040 42881-3032
Ramona.goebel@wandsbek.
hamburg.de

HAMBURG WASSER
Ansprechpartner: Kim Augustin
Telefon 040 7888 82600
Kim.augustin@hamburgwasser.de

PLANER

Städtebau und Landschaftsplanung:
West8, Rotterdam