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03.05.2018

Neue Perspektiven für Wilhelmsburger Kleingartenvereine

In den nächsten Jahren wird sich das Gesicht von Wilhelmsburg stark verändern. Die IBA Hamburg entwickelt auf der Elbinsel lebendige Quartiere mit attraktiven Wohnungen und Reihenhäusern, neuen Radwegen und Parks sowie neuen Kitas, Schulen und Arbeitsstätten. Nach Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße Ende 2019 wird vom Bürgerhaus Wilhelmsburg bis hoch an den Spreehafen eine neue urbane Achse entstehen. Dafür müssen die Kleingartenvereine im Zentrum der Elbinsel auch Teile ihrer gepachteten Flächen freigeben. Im Gegenzug dafür erhalten sie eine Grundsanierung ihrer Anlagen und einen neuen Kleingartenpark. 

 

Hamburg, den 03. Mai 2018. Die Kleingartenvereine Unsere Scholle e.V. und Sommerfreude e.V. liegen inmitten des zukünftigen Elbinselquartiers. Im östlichen Bereich des Unsere Scholle e.V. werden in einigen Jahren Fahrradfahrer strampeln und moderne Stadthäuser stehen. Auf Teilflächen des Sommerfreude e.V. sind moderne Mehrfamilienhäuser mit Miet- und Eigentumswohnungen geplant. Zudem führt von hier zukünftig eine neue Fußgängerbrücke über den Aßmannkanal. Die Gesamtzahl der rund 250 Parzellen aller Kleingartenvereine im Elbinselquartier bleibt erhalten. Rund 120 von ihnen müssen aber zum Teil verlagert oder nachverdichtet werden. Deswegen hat die IBA Hamburg sowohl mit den betroffenen Kleingartenvereinen als auch mit dem Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V. zahlreiche Gespräche geführt. Dabei hatten die Vereinsvorstände bereits Gelegenheit, eigene Vorstellungen und Ideen für den weiteren Prozess einzubringen.

 

Die Planungen für die großen neuen Quartiere erfolgten unter intensiver Beteiligung der lokalen Öffentlichkeit und sind bereits weit fortgeschritten. Auch wenn die anstehenden Baumaßnahmen mit Beeinträchtigungen verbunden sind, begrüßen die Vorstände der Vereine sowie der Landesbund die Veränderungen. Denn die Entwicklung der neuen Quartiere bedeuten für alle Beteiligten eine große Chance: im Gegenzug dafür, dass die Pächter Flächen zur Verfügung stellen, werden ihre verbleibenden Anlagen mit Wegen, Strom- und Wasserleitungen saniert und auch zwei neue Vereinsheime errichtet. Auf weiteren Pachtflächen soll ein innovativer Kleingartenpark mit Gemeinschaftsgärten sowie öffentlichen Freizeit-Nutzungen entstehen. Die Planungen sehen hier vor, das neue Wilhelmsburger „Urban Gardening“ durch ein Multifunktionsfeld für Basketball und Fußball, einen Grillplatz sowie ein weiteres öffentliches Sportangebot zu ergänzen. Zudem werden nördlich des Ernst-August Kanals auf einem Teil der jetzigen Wilhelmsburger Reichsstraße Flächen für neue Parzellen vorgehalten. Demnächst wird mit ersten vorbereitenden Maßnahmen begonnen. Die weiteren Sanierungsarbeiten starten voraussichtlich im Herbst 2018.

 

Karen Pein, Geschäftsführerin IBA Hamburg GmbH: „Unser Ziel ist, für das bunte und vielseitige Wilhelmsburg eine gute Verträglichkeit der unterschiedlichen Nutzungen herzustellen. Umso mehr freue ich mich, dass wir für die Kleingartenvereine tolle Zukunftsperspektiven entwickeln konnten.“

 

Dirk Sielmann, Geschäftsführer Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V.: „Das Wichtigste war, dass die Kleingärten nicht verdrängt werden. Die Parzellen bleiben am Aßmannkanal, die Anlagen werden grundsaniert und Ersatzgärten entstehen in fußläufiger Nähe. Die enge, kooperative und faire Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Landesbund, IBA Hamburg und Behörden hat zu einem guten Ergebnis geführt, das Modellcharakter für Hamburg hat.“

 

Mariano Albrecht, Vorstandsvorsitzender des Kleingartenvereins Sommerfreude von 1932 e.V.: „Natürlich führen die umfangreichen Bauvorhaben für uns Wilhelmsburger und Kleingärtner auch zu Interessenkonflikten mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft. Jedoch konzentrieren wir uns als Vorstand auf positive Aspekte. Zum Beispiel auf die Chancen für Entwicklungen im Kleingartenwesen. Statt „Geschlossener Gesellschaften“ streben wir ein “Freundliches WIR ohne Grenzen“ an. Niedrige Hecken, offene Gemeinschaften und mehr Teilhabe, auch der Anwohner, die über keinen Garten verfügen, sind unsere Ziele für Nachbarschaften die enger zusammenrücken. Ein Vereinshaus am Wasser, das von Vielen genutzt werden kann und eine Erneuerung der Infrastruktur im Verein durch nun zur Verfügung stehende Mittel schaffen eine solide Grundlage für zeitgemäße Kleingartenvereine, die allen offenstehen.“

 

Die Wettbewerbe für die drei großen neuen Quartiere in Wilhelmsburg mit über 4.000 Wohnungen sind entschieden. Derzeit schaffen die IBA Hamburg und der Bezirk Hamburg-Mitte die rechtlichen Voraussetzungen, damit nach Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße Ende 2019 bald mit den Bauarbeiten für das Wilhelmsburger Rathausviertel, Elbinselquartier und Spreehafenviertel begonnen werden kann.

 

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Weitere Informationen finden Sie unter www.iba-hamburg.de.

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Stefan Laetsch, Pressesprecher IBA Hamburg GmbH, stefan.laetsch@iba-hamburg.de oder presse@iba-hamburg.de, Tel.: 040 / 226 227 312

 

 

Über die IBA Hamburg GmbH:

Die IBA Hamburg GmbH realisiert als städtische Projektentwicklungsgesellschaft ganzheitliche Quartiersentwicklung für zukunftsfähige, gemischte Wohnquartiere in denen auch neue Arbeitsstätten entstehen. Mittlerweile verantwortet die Gesellschaft die Quartiersentwicklung in zehn Hamburger Gebieten. Den geographischen Mittelpunkt bilden die Hamburger Elbinseln, deren enormes Entwicklungspotenzial auch nach dem Ende der Internationalen Bauausstellung Hamburg (2006-2013) weiter genutzt werden soll.