IBA-Karte

Grüne Elbinsel

Energieberg, Elbstrand und Naturschutzgebiete im ländlichen Wilhelmsburg


Wo alles anfängt: Im Südosten von Wilhelmsburg teilt sich die Elbe in zwei Arme und die Elbinsel beginnt. In diesem kaum besiedelten Teil überrascht die Insel mit ländlicher Idylle, versteckten Ausflugszielen und einem der letzten Tideauenwälder Europas. Diese Tour sollten Sie nur mit dem Rad unternehmen, da die Strecken doch recht lang sind. Starten Sie am besten am Energieberg oder an der S-Bahn-Haltestelle Veddel.

Folgt man vom Museum BallinStadt der Straße Niedergeorgswerder Deich und fährt unter der Autobahn in südlicher Richtung, gelangt man nach Georgswerder, wo gleich die erste Straße links (Fiskalische Straße) zum Energieberg Georgswerder führt – einer im wahrsten Sinne des Wortes „überragenden“ Sehenswürdigkeit. Mit einer Höhe von rund 40 Metern und einer Fläche von 45 Hektar ist der Energieberg flächenmäßig das größte Projekt der IBA. In einer multimedialen Rauminszenierung stellt eine Ausstellung im dortigen Informationszentrum die Geschichte und Umwandlung des Energiebergs dar. (Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten des Energiebergs!)

Fahren Sie vom Energieberg Richtung Osten, kreuzen die Autobahn und weiter bis zum Kreetsander Hauptdeich. Hochwasserschutz und Erholungsraum verbinden – das ist das Konzept für den Deichpark Elbinseln und das Pilotprojekt Kreetsand – ein „Park“, den es eigentlich schon längst gibt, der aber zugänglicher und sichtbarer gemacht werden soll. Immer weiter am Deich entlang geht es zur Bunthäuser Spitze. Hier beginnt oder endet gewissermaßen die Elbinsel Wilhelmsburg und die Elbe teilt sich auf einer Länge von 15 Kilometern in zwei Arme: die Norder- und die Süderelbe. Erst bei Altona treffen sich beide Arme wieder.

Am Tideauen-Informationszentrum starten geführte Wanderungen ins angrenzende Naturschutzgebiet Heuckenlock, das wenige hundert Meter weiter vorm Deich an der Süderelbe liegt und sich über drei Kilometer bis hinter die Autobahnbrücke erstreckt. Hier befindet sich eines der letzten intakten Tideauenwälder Europas, ein beeindruckendes Süßwasserwatt mit Urwaldcharakter, das durch einen Rundweg mit vielen kleinen Brücken und Stegen erschlossen ist. Auf der anderen Seite der Autobahn ist das Naturschutzgebiet nur schwer zu betreten. Dafür wartet rund einen Kilometer weiter am Finkenrieker Hauptdeich, direkt vor der Eisenbahnbrücke, der Elbstrand Finkenriek. Auch wer nicht baden möchte, kann den Blick auf die Süderelbe genießen.
Unmittelbar vor diesem gewaltigen Brückenensemble geht rechts vom König-Georg-Deich der Katenweg ab. Dort liegt das IBA-Projekt VELUX Model Home 2020 – LichtAktiv Haus, ein energetisch modellhaft saniertes Wohnhaus. An der Georg-Wilhelm-Straße Richtung Bahn liegt ein weiteres IBA-Projekt: Hier soll künftig eine Bohrstation für Tiefengeothermie ihre Arbeit aufnehmen. Erdwärme ist eine der regenerativen Energiequellen, die langfristig zu einer CO2-freien Energieversorgung des gesamten Stadtteils führen sollen.

Nach rund einem Kilometer Richtung Norden immer am Wasser entlang, erreicht man das Wilhelmsburger Fährhaus „Zum Anleger“ am Übergang von Aßmann- und Ernst-August-Kanal. Sehr idyllisch liegt hier die Endstation der Radtour, der „Anleger“ mit Biergarten, Bootsverleih und Barkassenanschluss.