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Ausgabe 02/2022

NEWSLETTER

01

Bohrung für Tiefengeothermie gestartet

In Wilhelmsburg haben die Bohrungen zur Förderung von Erdwärme für rund 5.000 Haushalte begonnen. Diese dient zukünftig als Basis der klimafreundlichen Versorgung der IBA Hamburg Quartiere.

02

Architektenpool für Baugemeinschaften

Die IBA Hamburg stellt einen Pool an qualifizierten Architekt:innen zusammen, um Baugemeinschaften in Wilhelmsburg zu unterstützen. Noch bis zum 21. Februar 2022 läuft die Bewerbungsfrist für die 1. Stufe des Auswahlverfahrens.

03

Handwerk in der Stadtentwicklung

„Die Stadt braucht ihre Handwerksbetriebe direkt im Quartier“, fordert Hjalmar Stemmann, Präsident der Hamburger Handwerkskammer im aktuellen Podcast „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“.

04

Rückblick zum Projektdialog Vogelkamp Neugraben

Rund 250 Zuschauer:innen verfolgten am 18. Januar den digitalen Live-Stream und stellten Fragen zur Quartiersentwicklung, die live von IBA Hamburg und Bezirksamt Hamburg Harburg beantwortet wurden.

05

Mobilitätshub für die Veddel

Die Hamburger Hochbahn und die Verkehrsbehörde planen in direkter Anbindung an die S-Bahn-Station Veddel den Bau eines neuen Busbetriebshofs. Bis zum 14. Februar 2022 läuft dazu eine Online-Beteiligung.

01

Bohrung für Tiefengeothermie gestartet

Die IBA Hamburg Quartiere Wilhelmsburger Rathausviertel, Elbinselquartier und Spreehafenviertel sollen in Zukunft mit klimafreundlicher Erdwärme aus der Tiefengeothermie versorgt werden. Perspektivisch könnte die gesamte Elbinsel von der zuverlässigen und sicheren Energieerzeugung profitieren.

Hamburgs Staatsrat für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Michael Pollmann hat am 27. Januar 2022 gemeinsam mit den Geschäftsführern der Hamburger Energiewerke, Michael Prinz und Ingo Hannemann von Hamburg Wasser das Startsignal für die Bohrung gegeben. Die Arbeiten sind der erste Schritt zur Errichtung einer Geothermie-Anlage am Standort, die im Rahmen des Energiewende-Projektes IW3 bis 2024 realisiert wird.

Die Geothermie-Anlage soll bei einem erfolgreichen Abschluss der Bohrungen künftig Erdwärme, in Form von heißem Thermalwasser, aus 3.500 Metern Tiefe an die Oberfläche fördern. Über Wärmetauscher wird die Energie dem Wasser entzogen und in das dezentrale Nahwärmenetz in Wilhelmsburg eingespeist. Anschließend wird das abgekühlte Wasser zurück in die thermalwasserführende Schicht im Untergrund geleitet. Hierfür sind zwei Bohrungen geplant: eine Produktionsbohrung, zur Förderung des heißen Thermalwassers und eine Injektionsbohrung, um es in den Untergrund zurückzuleiten. Die Bohrarbeiten werden voraussichtlich im August 2022 abgeschlossen. Mit einer Leistung von 10 Megawatt könnten so rund 5.000 Haushalte mit grüner Wärme in Wilhelmsburg versorgt und gleichzeitig pro Jahr rund 7.000 t CO2 eingespart werden.

Karen Pein, Geschäftsführerin IBA Hamburg: „Bei den anstehenden Projekten auf der Elbinsel wollen wir einen bedeutsamen Beitrag für den Klimaschutz auf Quartiersebene leisten. Dazu gehört ein verantwortungsvoller, ökologisch nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und der Umwelt und eine zukunftssichere Energiestrategie.“

Seit 2008 entwickelt die IBA Hamburg u. a. das räumliche Klimaschutzkonzept „Erneuerbares Wilhelmsburg“ als Antwort auf die Frage nach einer klimaverträglichen Zukunft Hamburgs. Der Energiebunker, der Energieberg Georgswerder und der Energieverbund Wilhelmsburg-Mitte sind schon feste Bestandteile des Klimaschutzkonzeptes „Erneuerbares Wilhelmsburg“.

Foto © IBA Hamburg / Arne von Maydell
02

Architektenpool für Baugemeinschaften

Die IBA Hamburg GmbH beabsichtigt, in den nächsten Jahren in den Projektgebieten Wilhelmsburger Rathausviertel, Spreehafenviertel und Elbinselquartier ca. 20 Prozent der Grundstücke im Rahmen von Interessenbekundungsverfahren an Baugemeinschaften zu vergeben. Um eine hohe Architekturqualität in der Planung und baulichen Realisierung zu sichern, können die Baugemeinschaften entweder einen hochbaulichen Wettbewerb durchführen oder eine:n Architekt:in aus einem Pool an geeigneten Büros auswählen. Diese sollen mindestens mit den Leistungsphasen 1 bis 4 und Teilen der Leistungsphase 5 beauftragt werden.

Die Zusammenstellung des Architektenpools erfolgt im Rahmen eines zweistufigen Auswahlverfahrens durch die IBA Hamburg in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, dem Bezirk Hamburg-Mitte sowie externen beratenden Architektinnen und Architekten. Der Pool wird sich aus mind. 20 geeigneten Architekturbüros zusammensetzen.

Weitere vertiefende Informationen zu der Ausschreibung können in den Ausschreibungsunterlagen der IBA Hamburg nachgelesen werden, die auf der Website von büro luchterhandt & partner zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zu Baugemeinschaften in Wilhelmsburg finden Sie hier:

Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 21. 2.2022 sowohl digital als Upload über die Cloud als auch postalisch (Poststempel) an folgende Adresse einzureichen:

büro luchterhandt & partner
Luchterhandt Senger Witt Stadtplaner PartG mbB
Shanghaiallee 6
20457 Hamburg

Visualisierung © moka Studios / IBA Hamburg
03

Handwerk in der Stadtentwicklung

Im Fokus dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ steht das Handwerk und dessen Bedeutung für die Stadtentwicklung. Allein in Hamburg gibt es 120 unterschiedliche Handwerksberufe. Dazu zählen im Bau- und Ausbau (z. B. Maurer:in, Heizungstechniker:in,…), im Bereich Ernährung (z. B. Bäcker:in, Bierbrauer:in,..), im Themenfeld Gesundheit (z. B. Optiker:in, Zahntechniker:in, …) sowie viele weitere Berufsgruppen wie Reinigung, Schuster:in, Bestatter:in, Fotograf:in usw.

In gemischt genutzten Neubauquartieren spielt die Ansiedlung von Handwerksbetrieben eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen auf kurzem Wege die Nahversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner. Hjalmar Stemmann, Präsident der Hamburger Handwerkskammer, weist darauf hin, dass eine bequeme Erreichbarkeit von Optiker, Hörgeräteakustiker, Bäckerei, oder Schuster eine wichtige Rolle im Alltag der Menschen jeden Alters spielt.

IBA-Geschäftsführerin Karen Pein diskutiert mit ihrem Gast Lösungen der potenziellen Konflikte von Wohn- und Gewerbenutzung in unmittelbarer Nachbarschaft.

Diesen und alle weiteren Podcasts der IBA Hamburg finden Sie hier.

Foto © Handwerkskammer Hamburg
04

Rückblick zum Projektdialog Vogelkamp Neugraben

IBA-Geschäftsführerin Karen Pein begrüßte die Gäste und leitete durch den Abend. Nach einem Grußwort von Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen (Bezirksamt Harburg) erläuterte Ronny Warnke (Projektkoordinator IBA Hamburg) die aktuellen Entwicklungen im Vogelkamp Neugraben. Für 2022 sind die Eröffnungen des zentralen und des östlichen Quartiersplatzes vorgesehen. Außerdem steht der Endausbau der Straßen im 3. und 4. Bauabschnitt sowie die Erschließung des Baufelds null im 4. Bauabschnitt an.

Die Aufzeichnung finden Sie wie gewohnt in unserer Mediathek oder auf Youtube. Die Präsentation gibt es hier zum Download.

Foto © IBA Hamburg
05

Mobilitätshub für die Veddel

In Nachbarschaft zum IBA DOCK, direkt an die S-Bahn-Station Veddel angeschlossen, soll auf einer 20.000 Quadratmeter großen Fläche ein Mobilitätshub entstehen. Mit dieser modernen Umsteigeanlage für Busse geht eine deutliche städtebauliche und verkehrliche Aufwertung des Stadtteils einher. Kernstück des Hubs wird ein neuer Busbetriebshof der Hochbahn mit einer Kapazität für 160 Busse und einer Wartungswerkstatt. Der Mobilitätshub soll aber nicht nur wichtige operative Funktionen für die Hochbahn übernehmen, sondern auch die Alternativen zum privaten PKW für die Menschen im Süden der Stadt deutlich verbessern – und bündeln.

Bis zum 14. Februar 2022 läuft auf www.hochbahn.de/elbinseln ein Online-Dialog. Parallel dazu wird das Projekt im Stadtteil den Menschen vor Ort vorgestellt. Noch im Frühjahr starten Stadt und Hochbahn einen Architekturwettbewerb, in den auch Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses einfließen. Der Baubeginn ist für 2025 geplant, die Inbetriebnahme für 2029.

Visualisierung © BVM I Ideenskizze
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Am Zollhafen 12
20539 Hamburg
www.iba-hamburg.de
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