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Eine Wohnsiedlung wird umgebaut

Weltquartier

Das Weltquartier in Wilhelmsburg - Weltquartier, Foto: IBA Hamburg / Martin Kunze, Architekten: kfs Krause Feyerabend Sippel, Lübeck Perspektive vom Hof - Weltquartier, Bild:IBA Hamburg GmbH/bloom images; Architekten: kfs Krause Feyerabend Sippel, Lübeck Erweiterung der alten Bausubstanz durch große Fenster/Dachgauben - Weltquartier, Bild: IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze, Architekten: kfs Krause Feyerabend Sippel, Lübeck Eingang des Pavillons am Weimarer Platz - Weltquartier, Foto: IBA Hamburg / Martin Kunze Wohnzeile des Weltquartiers nach dem Umbau - Weltquartier, Bild: IBA Hamburg / Martin Kunze, Architekten: kfs Krause Feyerabend Sippel, Lübeck Die Heimatforscher auf Tour - Weltquartier, Bild: IBA Hamburg GmbH / Superurban

ANSPRECHPARTNERIN

Sabine de Buhr
Bild von Sabine de Buhr
IBA Hamburg GmbH
Am Zollhafen 12
20539 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 / 226 227-222
Sabine.deBuhr@iba-hamburg.de

PROJEKTPLAN

 

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KOSMOPOLIS

 

Weltquartier

 

 

Im südlichen Reiherstiegviertel, wo eine Nachbarschaft aus über 30 Nationen zu Hause ist, wird eine ehemalige Arbeitersiedlung modernisiert, umgebaut und durch Neubauten ergänzt. Es entsteht das Weltquartier, ein Modellprojekt für interkulturelles Wohnen.

 

 

Die SAGA-Siedlung an der Weimarer Straße im südlichen Reiherstiegviertel stammt aus den 1930er Jahren. Baumängel und unzeitgemäße Grundrisse zeigten zum Projektbeginn einen unumgänglichen Sanierungsbedarf auf. Da die rund 1.700 Bewohner aus mehr als 30 Herkunftsländern eine der kulturell vielfältigsten Nachbarschaften der Elbinsel Wilhelmsburg bilden, sollte der Umbau in besonderer Weise den verschiedenen Bedürfnissen Rechnung tragen. Dabei war das frühzeitige Mitwirken der Bewohner von zentraler Bedeutung.. Die IBA Hamburg und die SAGA GWG haben dazu im Jahr 2007 ein neuartiges Beteiligungsverfahren erprobt: eine „Interkulturelle Planungswerkstatt“.

Die Erfahrung hatte gezeigt, dass Einwanderer mit der herkömmlichen „deutschen“ Beteiligungskultur nur selten erreicht werden. So wurde die Planungswerkstatt von Beginn an als Gemeinschaftserlebnis inszeniert, bei dem jeder seine Ideen zur Umgestaltung einbringen konnte. Ein mehrsprachiger Dialog war im Weltquartier der Kommunikationsschlüssel: Die Werkstatt startete mit sechs „Heimatforschern“, die den direkten Kontakt an der Haustür suchten. Sie sprachen mehrere Fremdsprachen und befragten die Menschen vor Ort zu ihrer Wohnsituation und zu ihrer eigenen Vorstellung von Heimat. So konnten kulturspezifische Wünsche für den Umbau der Siedlung in Erfahrung gebracht werden. In zwei Workshops wurde die Beteiligung fortgeführt. Erwachsene und Kinder suchten Antworten auf Fragen zu Wohnung und Wohnumfeld, zu Verbesserungswünschen und Planungsvorschlägen. Als Höhepunkt der Planungswerkstatt verband ein Aktionswochenende die gemeinsame Planung, das auch Gelegenheit zu spontanen Vier-Augen-Gesprächen bot.     

Die Ergebnisse flossen in einen Empfehlungskatalog ein, der Bestandteil des städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Umgestaltung des Weltquartiers war.
Einerseits sollte der grüne, heimelige Charakter der Siedlung erhalten bleiben. Andererseits galt es, die Gebäude so zu ergänzen, dass ausreichend familienfreundlicher Wohnraum angeboten werden kann. Ziel war es also, eine gute Balance zwischen Erhalten und Ergänzen zu finden.

Am besten löste diese Aufgabe das Lübecker Architekturbüro kfs krause feyerabend sippel in Arbeitsgemeinschaft mit Sven Andresen und Urte Schlie Landschaftsarchitektur. Die Bauarbeiten haben im Juni 2009 begonnen und erfolgen Abschnittsweise bis in den Sommer 2013.

Für die Dauer der Bauarbeiten muss die SAGA die Mieter zwar umquartieren, alle Mieter können jedoch in das sanierte Quartier und ihre vertraute Nachbarschaft zurückkehren. Durch die öffentliche Förderung bleiben die Mieten auf einem günstigen Niveau und ein hoher energetischer Standard der Gebäude bietet den Mietern hohe Einsparpotenziale bei den Heizkosten. Es ergeben sich daher nur geringe Steigerungen der Warmmieten, sodass das Ziel der IBA Hamburg greift, Verdrängungen innerhalb der angestammten Mieterschaft zu vermeiden.

 

 

Meilensteine des Projekts

  • Sommer 2011 Fertigstellung Bauabschnitte IIa und IIb
  • 2012 Fertigstellung Bauabschnitte IIIa und IIIb
  • Frühjahr 2013 Fertigstellung Bauabschnitte VI und VIII
  • Sommer 2013 Fertigstellung Bauabschnitte IV, V und VII
  • Herbst 2013 Fertigstellung Bauabschnitt IX
  • Ende 2013 Fertigstellung Bauabschnitt X

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ADRESSE

Weimarer Straße, Veringstraße
21107 Hamburg

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KENNDATEN

Bestandswohnungen: 820
Umbau: 402 Wohnungen
Neubau: 284 Wohnungen
Modernisiert: 67 Wohnungen
Wohnungsumbau nach § 16(1) des Wohnraumförderungs-
gesetzes: 402
Baubeginn: 2009
Fertigstellung: bis Ende 2013

BAUHERR

SAGA GWG - Geschäftsstelle Wilhelmsburg
Schwentnerring 6
21109 Hamburg
Tel. 040 / 426 66-2300

ARCHITEKTEN

kfs-Architekten
Willy-Brandt-Allee 31c
23554 Lübeck

knerer und lang
Werner-Hartmannstraße 6
01099 Dresden

Gerber Architekten
Schaarsteinwegsbrücke 2
20459 Hamburg

petersen pörksen partner
architekten und stadtplaner bda
Pickhuben 4
20457 Hamburg

Kunst+Herbert Architekten
Henriettenweg 1
20259 Hamburg

dalpiaz+giannetti architekten
Bahrenfelder Strasse 263
22765 Hamburg

LANDSCHAFTSARCHITEKTEN

Sven Andresen Landschaftsarchitektur
An der Hülshorst 73
23568 Lübeck