Das Weltquartier nimmt Gestalt an
Weltquartier - Altbausanierung, Freiraumgestaltung, Wohnungsneubau
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PROJEKTSTRUKTUR
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Das Weltquartier nimmt Gestalt an: Obwohl die Umbauarbeiten in der Siedlung noch bis 2013 andauern, kann man sich vom Weimarer Platz aus bereits heute ein Bild vom künftigen Weltquartier machen und erste größere Realisierungen während des Umbaus betrachten: Der umgestaltete Quartiersplatz mit seiner modernen, multifunktionalen Gestaltung und dem zentralen Pavillon ist zur neuen Mitte und zum Identitätspunkt der Siedlung geworden. Rundherum lassen sich nach ihrer Sanierung die ersten fertig gestellten Wohngebäude besichtigen.
Zu Beginn des Jahres 2008 wurde der städtebauliche Ideenwettbewerb zur Umgestaltung des Weltquartiers entschieden, dessen Bestandteil ein Empfehlungskatalog mit den Wünschen der „Interkulturellen Planungswerkstatt“ war. Den ersten Preis erhielt das Lübecker Architekturbüro kfs krause feyerabend sippel in Arbeitsgemeinschaft mit Sven Andresen und Urte Schlie Landschaftsarchitektur. Die zwanzig Arbeitsgemeinschaften hatten im Wettbewerb die Aufgabe, die charakteristischen Elemente des Stadtraums und des Gebäudebestands zu untersuchen und im Hinblick auf die Stärkung der interkulturellen Nachbarschaften weiterzuentwickeln. „Der Siegerentwurf geht auf die besonderen Ansprüche der internationalen Bewohnerschaft im Weltquartier ein. Die Aufenthaltsqualität in den Freiräumen wird den Wünschen der Bewohner entsprechend verbessert“, bewertete IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg den ersten Preisträger.
Ein gemeinsames Projektteam von SAGA GWG und IBA Hamburg GmbH hat sich anschließend intensiv mit der Konkretisierung der Planung und der Umsetzung beschäftigt. Neben der Sanierung oder Modernisierung der Wohnungen im Großteil der Siedlung werden am nördlichen und südlichen Abschluss neue Wohngebäude entstehen. Die Gesamtzahl der Wohnungen bleibt mit 820 zwar in etwa gleich, die Grundrisse und Ausstattungen werden aber komplett erneuert und an die Bedürfnisse der interkulturellen Bewohnerschaft angepasst. Dazu zählen zum Beispiel der Anbau großzügiger Loggien und die großen Küchen mit Essplatz.
Wegen der verbesserten Wärmedämmung und Gebäudesanierung wird das Weltquartier ein Vorbild in seiner Energieeffizienz: Es erfüllt die künftig gültigen energetischen Anforderungen, die der Klimaschutz verlangt. Die Neubauten werden überwiegend im Passivhausstandard errichtet. Ein wichtiger Bestandteil beim Umbau ist die Umstellung der Wärmeversorgung der Häuser: Ab 2013 soll der benachbarte alte Flakbunker als „Energiebunker“ regenerative Energie für die Erzeugung von Wärme und Strom für das Reiherstiegviertel liefern, so dass für die sanierten Gebäude im Weltquartier der CO2-Ausstoß auf Null und der Primärenergiebedarf von 300 auf 9 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr sinkt.
Die Umgestaltung der Freiräume gehörte ebenfalls zum Projekt. In den zentralen Innenhof sind neben klassischen Mietergärten sogenannte Garteninseln konzipiert worden, die für alle Bewohner nutzbar sind und jeweils verschiedene Nutzungsmöglichkeiten oder Gestaltungen bieten. Durch das städtebauliche Konzept entstehen zudem neu gestaltete Verbindungen über den Weimarer Platz ins Reiherstiegviertel, zum weiterentwickelten Welt-Gewerbehof oder ins angrenzende Rotenhäuser Feld.
Die Bauarbeiten haben im Sommer 2009 begonnen und erfolgen abschnittweise bis Ende 2013. Im Sommer 2011 konnten die ersten Bewohner ihre sanierten Wohnungen an der Weimarer Straße beziehen. Dort im Haus Nr. 88 können sich Interessierte in einer eingerichteten Musterwohnung über die neuen Grundrisse und Qualitäten der Wohnungen informieren.
Meilensteine des Projekts
- Sommer 2011 Fertigstellung Bauabschnitte IIa und IIb
- 2012 Fertigstellung Bauabschnitte IIIa und IIIb
- Frühjahr 2013 Fertigstellung Bauabschnitte VI und VIII
- Sommer 2013 Fertigstellung Bauabschnitte IV, V und VII
- Herbst 2013 Fertigstellung Bauabschnitt IX
- Ende 2013 Fertigstellung Bauabschnitt X
ADRESSE
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