IBA-MAPIBA-MAGAZINDIE IBA FÜR:
« zurück zur Übersicht

Nachbarschaftliches Wohnen am Vogelhüttendeich

Open House

Offene Strukturen – Open House, Bild: IBA Hamburg GmbH/bloom images, Architekt: Architekturbüro Onix Tag der offenen Tür – Open House, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bente Stachowske, Architekt: Architekturbüro Onix Außenansicht – Open House, Bild: steg hamburg, Architekt: Architekturbüro Onix Y-förmige Gebäudestruktur – Open House, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt, Architekt: Architekturbüro Onix Außenansicht – Open House, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt, Architekt: Architekturbüro Onix Neugierige Blicke beim Tag der offenen Tür – Berit Ann Roos, eine der Architektinnen von ONIX, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bente Stachowske

ANSPRECHPARTNERIN

Sabine de Buhr
Bild von Sabine de Buhr
IBA Hamburg GmbH
Am Zollhafen 12
20539 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 / 226 227-222
Sabine.deBuhr@iba-hamburg.de

INFOGRAFIK

 

AUCH INTERESSANT

Leitthema Stadt im Klimawandel

Stadt im Klimawandel

Neue Energien für die Stadt

»Projektliste Stadt im Klimawandel

» mehr lesen

ÄHNLICHE PROJEKTE

Metrozonen
fileadmin/Projekte/M20_Georg_Wilhelm_Hoefe/georgwilhelm_eingang_vis_teaserH.jpg Kostengünstiges, familienfreundliches Wohn- und Arbeitsquartier

Georg-Wilhelm-Höfe

Zum Projekt
Kosmopolis
fileadmin/Projekte/K80_Hausgemeinschaft_Neue_Mitte/Hausgemeinschaft_teaserH.jpg Selbstbestimmtes Wohnen für Menschen mit Behinderung

Hausgemeinschaft Neue Mitte

Zum Projekt
Stadt im Klimawandel
fileadmin/Projekte/S40_Haulander_Weg/haulander_vis2_teaserH.jpg Wohnen in guter Atmosphäre

Klimahäuser Haulander Weg

Zum Projekt

STADT IM KLIMAWANDEL

 

Open House

 

 

Genossenschaftliches Wohnen hat eine lange Tradition in Hamburg. Neben den vielen großen Genossenschaften gibt es auch auf den Elbinseln zahlreiche lokale Gruppen, die gemeinsam ihre Nachbarschaft planen wollen. Im Reiherstiegviertel ist im Rahmen der IBA Hamburg das Open House – ein gemeinschaftlich geplantes Gebäude entstanden – das sich dem Stadtteil öffnet und zugleich den neuesten Standards des klimaschonenden Bauens verpflichtet. Die ersten Bewohner sind hier im Dezember 2011 eingezogen. 


Bereits in den vergangenen Jahren wurden am Vogelhüttendeich Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Nun entstanden im Reiherstiegviertel im Rahmen des ersten IBA-Bauprojekts innovative Wohnangebote und Wohnformen für eine gemischte Bewohnerschaft, die den vielfältigen Wohnbedürfnissen Rechnung tragen und dabei gut in das bestehende Viertel passen. 

 

Gemeinsam mit der IBA Hamburg haben die Kooperationspartner im Herbst 2007 ein offenes Gutachterverfahren mit fünf nationalen und internationalen Architekturbüros durchgeführt. Das Architekturbüro Onix aus Groningen wurde im November 2007 mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Ihr Entwurf verbindet in einem Y-förmigen Gebäude ästhetisch hochwertige Architektur mit einem Passivhaus-Standard und der Nutzung regenerativer Energien. „Der Siegerentwurf überzeugt durch ein innovatives und flexibles Bebauungskonzept, das die geforderte Öffnung zum Stadtteil vorbildlich löst und die Idee vom nachbarschaftlichen Wohnen im Open House widerspiegelt“, begründete IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg die Entscheidung der Auswahlkommission.

 

Auf der 5600 Quadratmeter großen ehemaligen Brachfläche direkt am Ufer des Ernst-August-Kanals sind 44 neue Wohneinheiten entstanden. Eigens für dieses Projekt haben sich der Investor Steg, die Baugemeinschaft Schipperort und die Baugenossenschaft Schanze eG zusammengeschlossen, um innovative Wohnangebote und verschiedene Wohnformen für eine gemischte Bewohnerschaft zu realisieren. Durch die Baugemeinschaft und die Schanze eG entstanden im West- und Ostflügel des Gebäudes 31 geförderte Mietwohnungen. Im Südflügel des Gebäudes hat die Steg sieben freifinanzierte Stadthäuser, fünf Dachlofts und eine Maisonettewohnung errichtet. 

 

Der Neubau erfüllt auch in Bezug auf Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Energien höchste Ansprüche. Das Gebäude wurde im Passivhausstandard errichtet und verbraucht daher weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr für den Heizwärmebedarf. Das Energiekonzept beinhaltet zwei Blockheizkraftwerke, von denen eines mit Biogas betrieben wird, ergänzt durch einen Spitzenlastkessel als Gas-Brennwerttherme, so dass eine Biogasnutzung von mindestens 40 Prozent erreicht wird. Die Wärme wird für die Beheizung der Räume und die Warmwasserbereitung genutzt. Der durch Kraft-Wärme-Kopplung teilweise mit Biogas erzeugte Strom von ungefähr 43 Megawattstunden pro Jahr wird zu einem Teil selbst genutzt und zum anderen in das öffentliche Netz eingespeist. Gegenüber der gemäß Hamburger Klimaschutzverordnung zulässigen Werte kann dadurch die CO2-Emission der Wärmebereitstellung von 64 Tonnen auf maximal zehn Tonnen pro Jahr reduziert werden. Unter optimalen Bedingungen und einer hohen Ökostrom-Produktion kann die rechnerische CO2-Emission sogar unter Null liegen.
 
Auf dem Flachdach wurde zusätzlich eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 70 Kilowatt-Peak (Spitzenleistung) errichtet. Betreiber der Photovoltaikanlage ist die Bürgersolarkraftwerke Rosengarten eG. Der erzeugte Strom von ca. 56 Megawattstunden wird teilweise selbst genutzt, teilweise ins öffentliche Netz eingespeist, wodurch zusätzlich etwa 20 Tonnen CO2 eingespart werden können. Die Anteile der Bürgersolarkraftwerke Rosengarten eG. können käuflich erworben werden. Sie werden später verzinst.  
 
Der Standard eines Passivhauses wurde somit zu einem „Passivhaus Plus“ weiterentwickelt, das im Saldo mehr Energie erzeugt, als für den Betrieb des Gebäudes (Wärme, Warmwasser, Hilfsstrom) benötigt wird. Zusätzlich wird durch die Nutzung und Einspeisung von selbst erzeugtem Ökostrom aus Kraft-Wärme-Kopplung und Photovoltaik mehr CO2 eingespart als unter Nutzung von fossilen Energien ausgestoßen werden würde.

 


Baugemeinschaftspreis 2011


Die Baugemeinschaft Schipperort wurde für das Projekt Open House mit dem Baugemeinschaftspreis geehrt, der erstmalig von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (Agentur für Baugemeinschaften) ausgelobt wurde. Besonders wurde das innovative, energieeffiziente Gebäudekonzept und das aktive Engagement im Stadtteil gewürdigt. Mit ihrem Projekt in Wilhelmsburg ist die Baugemeinschaft Schipperort die erste Baugemeinschaft in Wilhelmsburg und leistet einen wichtigen Beitrag zur IBA und zum Sprung über die Elbe. 

 

Meilensteine des Projekts

  • Herbst 2007: Konkurrierendes Gutachterverfahren
  • März 2010: Baubeginn
  • November 2011: Baufertigstellung und Tag der offenen Tür
  • Dezember 2011: Einzug der Bewohner

Seite drucken

ADRESSE

Dierksstraße
21107 Hamburg

Projekt auf Karte anzeigen

KENNDATEN

Brutto-Geschossfläche: 5.800 qm
geförderte Mietwohnungen: 31
Stadthäuser: 8
Lofts: 5
Baubeginn: März 2010
Fertigstellung: November 2011

ARCHITEKTEN

Architekten:

Preisträger Wettbewerb:
Onix, Groningen (NL)

 

Entwurf und Planung : 

ARGE Onix / Kunst + Herbert, Hamburg

INVESTOREN

Schanze eG
Ansprechpartnerin:
Rosemarie Oltmann
Tel. 040-432 94 20
Fax 040-879 767 13
r.oltmann@stattbau-hamburg.de

 

Steg Hamburg mbH
Ansprechpartner:
Kurt Reinken
Schulterblatt 26 -36
20357  Hamburg
Tel. 040-431 393 42
Fax 040-431 393 13
kurt.reinken@steg-hh.de