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Kreativität trifft Stadt

Kreatives Quartier Elbinsel

Impression der Hafensafari - Kreatives Quartier Elbinsel, Bild: IBA Hamburg GmbH / Jost Vitt Akademie einer anderen Stadt in Wilhelmsburg - Kreatives Quartier Elbinsel, Bild: Ausstellungseröffnung Wilhelmsburger-Kissen 27.09.2011 - Kreatives Quartier Elbinsel, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bente Stachowske Kunstausstellung- Kreatives Quartier Elbinsel, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Kunstausstellung - Kreatives Quartier Elbinsel, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Kunstausstellung - Kreatives Quartier Elbinsel, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt

ANSPRECHPARTNERIN

Gerti Theis
Bild von Gerti Theis
IBA Hamburg GmbH
Am Zollhafen 12
20539 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 / 226 227-221
gerti.theis@iba-hamburg.de

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Kreatives Quartier Elbinsel

Zum Projekt

KOSMOPOLIS

 

Kunst macht Arbeit

 

Die IBA Hamburg bringt das Thema der Kreativwirtschaft in neuer Form auf die Elbinseln. Denn welcher Stadtteil wäre besser geeignet als Wilhelmsburg, um einen neuen Weg zu beschreiten, der sich nicht, wie bei vielen Städten, auf die klassischen Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft beschränkt, sondern darüber hinaus für eine breite, kreative Entfaltung eintritt.

 

In der Projektreihe „Kunst macht Arbeit“ arbeiten Kreative und Künstler mit Teilnehmern in beruflichen Integrationsprojekten zusammen. Dabei entstehen künstlerische oder kunsthandwerkliche Produkte und die Teilnehmer erhalten Einblicke in neue Arbeitsformen.

 

 

WILHELMSBURGER KISSEN & FAHNEN
2011-2013

 

Seit 2011 entstehen im Rahmen der IBA-Reihe „Kunst macht Arbeit“ die Wilhelmsburger Kissen & Fahnen. Gemeinsam mit dem Hamburger Künstler Rupprecht Matthies haben Teilnehmer des beruflichen Integrationsprojektes NähGut eigene Worte und Begriffe in ihren Sprachen entwickelt und hieraus mehr als 50 künstlerische Kissen und mehr als 100 Fahnen genäht. Die Werke, die als Wanderausstellung bereits an vielfältigen Orten präsentiert wurden, zeigen auf eindringliche Weise die kulturelle und sprachliche Vielfalt, aber auch die kreativen Fertigkeiten der Beteiligten. Worte in vielen Heimatsprachen sind darauf zu lesen, Muster und Bilder zu sehen, die den kulturellen Reichtum der Beteiligten erfahrbar werden lassen. 2013 wird das Projekt als „Temporäres textiles Museum der Stoffe“ fortgeführt und auch die Edition ergänzt werden.

 

 

 

Aber die „Wilhelmsburger Kissen und Fahnen“ sind noch mehr: Einzelne Kunstwerke, die in der gemeinnützigen Werkstatt entstanden sind, wandern als Prototyp in die freie Werkstatt von NähGut, wo sie für den privatwirtschaftlichen Markt als Serie produziert werden. Aus den Fahnen werden Hals- und Kopftücher, aus den Wortkissen Alltags- und Kunstgegenstände für daheim. Alle Objekte sind seit 2012 als „Wilhelmsburger Edition“ käuflich zu erwerben. Information und Bestellung der Edition unter: www.rupprechtmatthies.com, rupprechtmatthies@web.de

 

Rupprecht Matthies hat Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und Soziologie an der Universität Hamburg studiert. Er ist Preisträger des sächsischen Kunstpreises für Toleranz und Demokratie. Seine Arbeiten waren zuletzt im Denver Art Museum, dem Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt und der Hamburger Kunsthalle zu sehen.

 

Aktuelle Termine:

Im Rahmen von „24h IBA“ werden die Kissen & Fahnen am 25./26.Mai im Bildungszentrum Tor zur Welt gezeigt. Öffnungszeiten: Sa, 25.5., 14-17Uhr, So, 26.5., 11-17Uhr.

 

 

TEXTILER WERKHOF
CO-WORKING-SPACE WILHELMSBURG

 

Die zunehmende Beliebtheit von individuellem Mode-, Textil- und Produktdesign hat die Nachfrage nach Zwischenmeistereien – zur flexiblen Anfertigung von geringen Stückzahlen – und textilen Produktionsstätten – als Gelenk zwischen Entwurf und fertigem Produkt – in den vergangenen Jahren rasant steigen lassen. Der CO-WORKING-SPACE in Hamburg-Wilhelmsburg reagiert auf diesen Engpass. Auf einer Fläche von 263 qm bietet die Werkstatt ab dem 01.06.2013 Mode- und Textildesignern sowie Hobby-Kreativen die Möglichkeit, hochwertig ausgestattete Arbeitsplätze stunden-, tage- oder monatsweise einfach und unkompliziert anzumieten. Zur Verfügung stehen 8 Nähmaschinenarbeitsplätze, eine Siebdruckwerkstatt sowie ein Webstuhl. Perfekt für alle, die lieber zusammen als allein arbeiten – ohne direkt ein eigenes Büro anzumieten. Abgerundet wird das Angebot durch 5 Einzelateliers mit einer Größe von jeweils ca. 13-18 qm sowie ein kontinuierliches Workshop-Angebot für Mode- und Textildesigner sowie Existenzgründungsseminare. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Passage gGmbH und der IBA Hamburg und zunächst auf 3 Jahre angelegt.

 

Für Fragen wenden Sie sich bitte an Constanze Klotz: constanze.klotz@iba-hamburg.de.

 

 

Zusammen ist man weniger allein

 

Der CO-WORKING-SPACE ist Bestandteil des Konzeptes TEXTILER WERKHOF - ein Verbund von verschiedenen Werkstätten, die sich in den vergangenen Jahren rund um die Bereiche Mode-, Textil- und Produktdesign professionalisiert haben und sich fortan stärker vernetzen wollen. Indem die Werkstätten ihre vielfältigen Kompetenzen bündeln, kann ein attraktives Angebot für Designer, aber auch Perspektiven für den Aus- und Weiterbildungsbereich entstehen. Kreativwirtschaft und Beschäftigungspolitik finden zusammen.

 

Bereits seit 2010 ist die Grone Netzwerk GmbH mit der Textilwerkstatt „NähGut“ am Veringhof 9 Zuhause. Das berufliche Integrationsprojekt für langzeitarbeitslose Menschen konnte seit seiner Initiierung neben geförderten Arbeitsgelegenheiten auch selbst finanzierte Ausbildungsplätze einrichten. Mit der Erstellung einer Kinderkollektion, einem Theaterfundus für Schulen, Angeboten von Nähkursen in einer freien Werkstatt sowie Auftragsarbeiten für den kommerziellen Bereich demonstriert NähGut eine spannende Verbindung von gemeinnütziger und erwerbswirtschaftlicher Arbeit. Mit dem TEXTILEN WERKHOF soll diese Arbeitsweise gestärkt werden. Dafür sollen zum einen weitere Aus- und Weiterbildungsträger im Bereich Mode-, Textil- und Produktdesign als Mieter am Standort gewonnen, zum anderen dezentrale Kooperationspartner wie Designer und Schneiderwerkstätten einbezogen werden.

 

Zum Projektteam TEXTILER WERKHOF gehören: alster arbeit gGmbH, DesignXPort, Elbe Werkstätten GmbH, grone netzwerk gGmbH, HAW Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, LoWi - Büro für Lokale Wirtschaft, passage gGmbH, SBB Kompetenz gGmbH, überNN.

 

Aktuelle Termine:

 

Im Rahmen von „24h IBA“ öffnet der CO-WORKING-SPACE erstmals seine Türen: Im Workshop „Beutel to go“ mit Susanne Pfeiffer entstehen am So, den 26.5. von 11-14Uhr aus alten IBA-Materialien Taschen zum Mitnehmen. Im Workshop „Urban Knitting“ mit Carmen Ripper erhält der Veringhof durch Stricken (Knitting) neue Akzente.

 

 

KRIMI-KOMÖDIE WILHELMSBURG

Paula Zamora-Cornejo in Kooperation mit der Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg (AIW)
(2011/2012)

 

Über ein Jahr lang hat die Theaterpädagogin Paula Zamora-Cornejo gemeinsam mit Langzeitarbeitslosen der AIW sowie weiteren schauspielfreudigen Menschen aus Wilhelmsburg ein Theaterstück entwickelt. Ziel des Projektes war es, eine Art modernen Western zu konzipieren, der die existierenden Vorurteile gegenüber dem Stadtteil einmal ironisch angeht. In den zahlreichen Proben haben die Mitwirkenden die Gruppe „Die Insel Komödianten" gegründet, die gemeinsam das Stück „Ein Keller und diverse Leichen" entwickelt hat.

 

Das Theaterstück, das im Herbst 2012 u.a. auf dem IBA DOCK erfolgreich aufgeführt wurde, befindet sich derzeit in der Weiterentwicklung.

 

 

NETZWERK FÜR MUSIK VON DEN ELBINSELN!
(2008-2011)

 

Seit 2007 bringt das Netzwerk „Musik auf den Elbinseln!“ Musikakteure des Stadtteils von Musikschaffenden über Musiklehrerinnen bis hin zu den Veranstaltungsorten und musikwirtschaftlichen Unternehmen der Elbinseln zusammen. Ziel ist es, mithilfe von verschiedenen Projektangeboten das musikalische Potenzial der Elbinseln zusammenzuführen und ertragsfähige Modelle im Bereich der Musikwirtschaft anzustoßen. Das Netzwerk „Musik auf den Elbinseln!“ des Bürgerhauses Wilhelmsburg wurde von 2008 bis 2011 von der IBA Hamburg in verschiedenen Veranstaltungen unterstützt.

 

Mit „Musik & Brunch" fand 2011 eine monatliche musikalische Veranstaltungsreihe auf dem IBA DOCK statt. Das Kooperationsprojekt zwischen der IBA Hamburg und dem Netzwerk „Musik von den Elbinseln!" bot lokalen Musikern und Musikerinnen eine neue Bühne. Jeden dritten Sonntag im Monat konnten Interessierte genüsslich in den Tag starten und bei einem ausgiebigen Frühstück den musikalischen Talenten der Elbinseln lauschen. Den Auftakt machten im Juni die jungen Veddeler Musikerinnen Derya und Duygu, die die komplette Bandbreite der türkischen Musik ausschöpften. Im Juli folgte das Kako Weiss Ensemble, das das Publikum mit virtuosem Gipsy-Jazz begeisterte. Kako Weiss ist Saxophonist des bekannten Cafe Royal Salon Orchesters. Im August spielten Suely Lauar, Kouakou de Souza und Erol Arslan traditionelle Lieder aus ihren jeweiligen (Herkunfts-)kulturen. Im September folgte die Band Tabasco, die ihren ersten Auftritt auf dem IBA DOCK absolvierte. Sie begeisterten mit Ballhaus-Swing aus den 1920er Jahren. Im Oktober stellte der Singer-Songwriter und Popmusiker Cyrus Ashrafi mit "days of delay" schließlich ein instrumentales Ambient-Projekt vor. Im November folgte Benjamin Branzko und schließlich im Dezember das Trio Quattro.

 

Weitere Formate des Netzwerkes finden Sie unter www.musikvondenelbinseln.de

 

 

KUNST WERK WILHELMSBURG
(2008-2010)

 

Machen Erwerbslose Kunst? Arbeiten sie? Ist Arbeit nur das, wofür man Lohn bekommt und Kunst nur das, was Künstler gestalten? Warum gelten selbstbestimmte kreative Tätigkeiten selten als Arbeit, obwohl Künstler ihre Kunstwerke „Arbeiten“ nennen? Warum ist die Arbeitswelt so kunstlos und fremdbestimmt, obwohl die „kreative Klasse“ in aller Munde ist?

 

Das Projekt Kunst Werk Wilhelmsburg (KWW) hatte sich gegründet, um auf diese Fragen neue Antworten zu geben. Das eigenständige Kooperationsprojekt aus Erwerbslosen, Künstlern und sozialen Trägern hatte sich zum Ziel gesetzt, den Arbeitsbegriff in seinem Verhältnis zur künstlerischen Praxis zu untersuchen. Dabei sollten nachhaltige und gesellschaftlich anerkannte Strukturen für kreativ tätige Erwerbslose diskutiert und der traditionelle, lohnabhängige Arbeitsbegriff überwunden werden. Kunst Werk Wilhelmsburg verstand sich selber als Kunst – eine „Kunst im öffentlichen Interesse“. Die IBA wirkte als Katalysator und förderte das Projekt.

 

Zum Projektteam gehörten Langzeitarbeitslose, A.I.W. (Arbeitslosen Initiative Wilhelmsburg), SBB Kompetenz gGmbH (Stiftung Berufliche Bildung Wilhelmsburg), Lotse (Lotse Fährstraße – Verein für psychosoziale Hilfe), Raimund Samson (Wilhelmsburger Künstler und Leiter Kunstbüro Wilhelmsburg e.V.) und Michaela Placzek (Hamburger Künstlerin). Adam Page (Berliner und Dresdner Künstler) und Anke Haarmann (Hamburger Projekt-Künstlerin und Kuratorin) haben das Projekt in seiner Anfangsphase beraten bzw. begleitet.

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ADRESSEN

CO-WORKING-SPACE
Am Veringhof 9-21,
Mittelgebäude am Kanal, 2. OG
21107 Hamburg

Textilwerkstatt NähGut
Am Veringhof 9
21107 Hamburg

Netzwerk für Musik von den Elbinseln
Bürgerhaus Wilhelmsburg
Mengestraße 20
21107 Hamburg

Krimi Komödie
Treffpunkt Gemeindesaal Rothenhäuserdamm 11
21107 Hamburg

KENNDATEN

Kunst macht Arbeit ist eine Projektreihe mit verschiedenen Kooperationspartnern.

WEITERFÜHRENDE LINKS

Aktuelle Projekte:

Textiler Werkhof:
www.textilerwerkhof.de

Schneiderwerkstatt NähGut:
www.grone.de

Krimi Komödie:
www.veringhoefe.de


Frühere Projekte:

Netzwerk Musik von den Elbinseln:
www.musikvondenelbinseln.de

Kunst Werk Wilhelmsburg
www.kunst-werk-wilhelmsburg.de

Fahrradstadt Wilhelmsburg
www.fahrradstadt-wilhelmsburg.de