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Projekte als Modelle für eine klimaverträgliche Stadtentwicklung

Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg

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STADT IM KLIMAWANDEL

 

Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg 

 

 

Städte verbrauchen etwa 80 Prozent der Ressourcen weltweit. Höchste Zeit, Konzepte für eine vollständige Versorgung der Metropolen mit regenerativen Energien zu entwickeln. Das Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg zeigt, wie es geht. 

 

 

Für das IBA-Präsentationsgebiet von der Veddel bis zum Harburger Binnenhafen erläutert das Konzept modellhaft, wie Stadtplaner, Architekten, Bürger und Bauherren ihr Potenzial für Energieeinsparungen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien kreativ nutzen können.


Pilotkonzept CO2-neutrale Elbinseln

Der erste Schritt ist die Klimaneutralität aller Bauprojekte der Internationalen Bauausstellung bis 2013. Gleichzeitig wird mit den IBA-Energieprojekten der Grundstein für die Deckung des Strombedarfs der Gebäude auf der Elbinsel bis 2025 und des Wärmebedarfs bis 2050 gelegt. Das langfristige Ziel: klimaneutrale Elbinseln versorgt durch erneuerbare Energien.

 

 

Die strategischen Säulen

 

Das Ziel einer klimafreundlicheren Stadt wird aus mehreren Richtungen heraus angesteuert: Hohe Standards für Neubau und Sanierung sollen künftig für eine drastische Verringerung des Energieverbrauchs sorgen. Die Energieeffizienz wird durch Blockheizkraftwerke und Energieverbünde erhöht. Die Potenziale erneuerbarer Energie auf der Elbinsel werden umfassend genutzt, bis hin zu "100 Prozent erneuerbar". Dabei werden die Bürger bei allen Maßnahmen als Partner eingebunden und durch ökonomische Anreize zum Mitmachen angeregt. 

 

 

 

Chronik des Projekts bis 2010

 

Als Grundlage für die Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes hat die IBA Hamburg im Jahr 2008 ihren Fokus auf den Energieverbrauch (Strom und Wärme) beim Gebäudebestand gelegt und das Bremer Energie Institut mit der Erhebung des derzeitigen Wärme- und Stromverbrauchs von Wohn-, Dienstleistungs-, Büro- und Verwaltungsgebäuden auf den Elbinseln beauftragt. Begleitend ist die IBA-Kampagne „Prima Klima-Anlage – Sparen und Sanieren auf den Elbinseln: Mit der IBA zum KLIMA_HAUS“ angelaufen. Sie bot für Wilhelmsburger Hauseigentümer kostengünstig Rat und Hilfe bei der Sanierung des Gebäudebestands. Dabei kooperiert die IBA mit der Initiative Arbeit und Klimaschutz der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt, dem Bezirk Hamburg Mitte, der Hamburger Sparkasse und IMMOSOLAR. Ziel dieser Kampagne ist es, exemplarisch Gebäude exzellent zu sanieren und zusätzlich repräsentative Daten zum Energieverbrauch des Gebäudebestandes der Elbinseln zu erheben.

 

Im Strategielabor „Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg“ wurde die Umsetzungsstrategie mit lokalen und internationalen Experten und engagierten Bürgern der Elbinseln konkretisiert – hin zu einem kreativen Umgang mit den Potenzialen der Inseln für erneuerbare Energien, für Energieeffizienz und Energieeinsparung. Weitere Module wie der Energieverbrauch in den Bereichen Verkehr, Lifestyle/Konsum und Industrie/Hafen/Gewerbe sind Aufgaben für die kommenden Jahre. Das Büro JHJ Bleicherode erarbeitete gemeinsam mit dem egs Netzwerk Nordhausen die Studie „Energetische Optimierung des Modellraums IBA Hamburg“. In dieser wurden im Rahmen einer Szenarienanalyse Entwicklungen des zukünftigen Energiebedarfs und Potenziale der Einsparung, der Erhöhung der Effizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien auf den Elbinseln gegenübergestellt. Anschließend wurden daraus strategische Maßnahmen zur Optimierung der Energieversorgung abgeleitet. Die Realisierung der IBA-Projekte bis 2013 umfasst erste konkrete Teilschritte des Klimaschutzkonzeptes, darüber hinaus sollen aber die weiteren Umsetzungsschritte definiert und die Perspektiven für 2020/2030/2050 aufgezeigt werden.

 

Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den „Energieatlas der Elbinseln“ – eine Übersicht über Energiequellen und Energiesenken, der im Zwischenpräsentationsjahr 2010 in einer ersten Stufe erschienen ist und die strategischen Instrumente und Projekte für eine postfossile Energieversorgung der Elbinseln darstellt. Im Rahmen des IBA-Labors "Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg" im September 2010 wurde er präsentiert und diskutiert – und bis 2013 weiter ergänzt und konkretisiert werden.

 

Weitere Unterstützung für das „Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg“ hat die IBA durch Partner in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und durch engagierte Bürger und Bürgerinnen in Wilhelmsburg. Teilprojekte sind daneben in Forschungs- und Förderprogramme integriert, wie z.B. INTERREG IVB „Build with CaRe“, KLIMZUG Nord (BMBF).


Die Projekte der IBA im Rahmen des Klimaschutzkonzepts Erneuerbares Wilhelmsburg: