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Hügel der neuen Horizonte

Energieberg Georgswerder

Luftbild aus dem Dezember 2012, IBA Hamburg GmbH / Aufwind Luftbilder Energieberg Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Martin Kunze Energieberg Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bente Stachowske Energieberg Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bente Stachowske Energieberg Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bente Stachowske Energieberg Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Bente Stachowske

ANSPRECHPARTNERIN

Simona Weisleder
Bild von Simona Weisleder
IBA Hamburg GmbH
Am Zollhafen 12
20539 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 / 226 227-113
Simona.Weisleder@iba-hamburg.de

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Energieberg Georgswerder

 

 

Von der giftigen Altlast zum Gipfel Erneuerbarer Energien: Der Deponiehügel Georgswerder wird im Rahmen der IBA Hamburg zu einem regenerativen Energieberg. Allein mit Windkraft und Sonnenenergie versorgt er rund 4.000 Haushalte mit Strom und wird als Aussichtspunkt öffentlich zugänglich gemacht.

 

Der rund 40 Meter hoch aufragende, weithin sichtbare und begrünte Hügel in Georgswerder hat eine bewegte Geschichte. Nach dem Krieg wurden auf den flachen Wiesen nordöstlich Wilhelmsburgs Trümmer und Haushaltsmüll aufgetürmt; später kamen giftige Industrieabfälle wie Lacke und Farben hinzu. 1979 wurde der Deponiebetrieb offiziell eingestellt, doch 1983 stellte sich heraus, dass am Fuß des künstlichen Hügels hochgiftiges Dioxin austrat und ins Grundwasser gelangte. Der Deponiehügel und der Untergrund wurden daraufhin aufwändig gesichert – in engem Kontakt auch mit dem Arbeitskreis Georgswerder und Anwohnerinnen und Anwohnern im direkten Umfeld. Anschließend wurde die Deponielandschaft mit einer Kunststoffdichtungsbahn und Oberboden überdeckt und mit ersten Windkraftanlagen bebaut. Bis heute wird das Grundwasser mit umfangreichen technischen Maßnahmen geschützt.

 

Neue Energien

 

Bereits in den 1990er Jahren wurden die ersten Windenergieanlagen auf der Deponiekuppe errichtet. Seit Anfang Dezember 2011 steht nun auf dem Berg eine neue größere Windkraftanlage. Der Südhang bietet Platz für eine große Photovoltaikanlage. Der erste Bauabschnitt mit ca. 500 kWp (Kilowatt-Peak) Leistung wurde 2009 durch HAMBURG ENERGIE errichtet, der zweite folgte im Dezember 2011 mit ca. 200 kWp.
Und auch aus dem Inneren des Berges wird Energie gewonnen: Durch permanente Zersetzungsprozesse im Hügel entsteht Deponiegas mit hohem Methananteil. Bereits seit Jahren wird es systematisch aufgefangen und an die benachbarte Aurubis AG geliefert, eine der größten Kupferhütten Europas. Das Sickerwasser aus der Deponie wird ebenso wie das Grundwasser aufgefangen, kontrolliert gereinigt und abgeleitet. Durch eine Wärmepumpe wird der Energiegehalt des Grundwassers genutzt, um Raumwärme für das neue Betriebs- und Informationsgebäude zu erzeugen.

 

 

Der Energieberg öffnet sich der Stadt

 

Jahrzehntelang war das Deponiegelände nicht für die Öffentlichkeit zugänglich – ein großer Zaun umgibt das 45 Hektar große Areal. Jetzt ist der Deponiehügel geöffnet und für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar.
Als Erhebung bietet er eine fantastische Sicht über Hamburg. Durch die IBA Hamburg wurde der Energieberg bereits seit dem Jahr 2011 im Rahmen geführter Rundgänge begehbar gemacht, nun ist dann eine Fläche von der Größe der Binnenalster als öffentliche Informationslandschaft und Aussichtspunkt erfahrbar. Auf anschauliche Art werden die Geschichte der Mülldeponie, der Umgang mit Altlasten und die vielfältigen Potenziale für die Gewinnung erneuerbarer Energien erlebbar und erklärt.
Der Hügel gilt als technisches Bauwerk und wird auch in Zukunft eine geschlossene und gesicherte Deponie bleiben. Er ist daher nur während der Öffnungszeiten zugänglich.

 

 

Das Informationszentrum

 

2012 eröffnete das Informationszentrum am Fuße der Deponie mit der Multimedia-Show „Der gebändigte Drache“. Ziel der Ausstellung ist es, die vielfältigen Facetten des Ortes darzustellen. Sie widmet sich der Geschichte Georgswerders, der Deponie und ihrer Sicherung, informiert über die IBA Hamburg, das Projekt Energieberg Georgswerder und das Potenzial der erneuerbaren Energien.
Das Informationszentrum schließt direkt an die bestehende Halle der Grundwasseraufbereitung an, von wo aus die Besucher die Technik zur Sicherung der Deponie einsehen können.
Das Energiekonzept des Gebäudes setzt auf den Einsatz erneuerbarer Energien und maximale Energieeinsparung – so wird unter anderem das gereinigte Grundwasser der Deponie als Wärmequelle genutzt.

 

Der Wettbewerb

 

2013 startet im Außenbereich die Ausstellung „Energieberg Georgswerder – zum Dritten!“. Gemeinsam mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hatte die IBA Hamburg 2009 einen europaweiten Wettbewerb für die künftige Gestaltung des Energiebergs ausgeschrieben. Die tragende Idee des 1. Preisträgers (HÄFNER/ JIMENEZ Büro für Landschaftsarchitektur, Konermann Siegmund Architekten) ist ein artifizieller, den Berggipfel umrundender Horizontweg. Er bietet freien Ausblick nach allen Seiten und lädt gleichzeitig zum Verweilen auf dem "Berg" ein. Nachts bescheint ein geheimnisvoll leuchtender weißer Ring den Energieberg: von weitem sichtbar eine Landmarke für ganz Hamburg und ein neues Wahrzeichen für Wilhelmsburg.
Der Energieberg Georgswerder soll ein Treffpunkt für die Wilhelmsburger und deren Gäste werden – mit spektakulärem Blick vom Hafen bis zum Michel. Und auch in anderer Hinsicht soll er den Horizont erweitern: durch die Chance für eine kleine Bildungsreise, die von der Verwandlung einer giftigen Umweltaltlast in einen Standort für regenerative Energieerzeugung erzählt.

 

So verspricht, was einst nur als "Müllberg" wahrgenommen wurde von den Hamburgern als gut nutzbarer Freiraum und neues Ausflugsziel angenommen zu werden. Fast die Hälfte der Projektkosten (4,25 Mio. von 9,57 Mio.) für Gebäudeneubau und Landschaftsbauarbeiten werden aus EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) finanziert.

 

Öffnungszeiten

 

Das Informationszentrum und der Energieberg sind ab dem 24. März 2013 täglich von 10.00 – 18.00 Uhr, sowie am jeweils ersten Samstag im Monat bis 22.00 Uhr geöffnet (4.5., 1.6., 6.7., 3.8. bis 24 Uhr, Ausstellung bis 22 Uhr). Öffentliche Führungen finden FR 14.30 – 16.00 Uhr sowie SA und SO um 13.30 – 15.00 Uhr und 15.30 – 17.00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Start: Informationszentrum Energieberg Georgswerder, Fiskalische Straße 2

Hinweis: Das Mitführen von Hunden ist auf dem Energieberg nicht gestattet!  

Für Gruppen bitten wir um Voranmeldung unter:
Tel.: + 49 (0) 40 226 227 228
E-Mail: energieberg@iba-hamburg.de

 

Infos zum Informationszentrum und zur Ausstellung

 

Infos zu geführten Touren

 

 

Meilensteine des Projekts

  • 2010 Inbetriebnahme der PV-Anlage
  • Dezember 2011 Inbetriebnahme der neuen Windenergieanlage
  • Juni 2012 Eröffnung der Ausstellung mit der Multimedia-Show „Der gebändigte Drache“
  • März 2013 Eröffnung des Horizontweges

 

Dieses Projekt wird gefördert durch:


Europäische Union
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
Investition in ihre Zukunft

 

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ADRESSE

Fiskalische Straße 2
21109 Hamburg

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KENNDATEN

Größe:
45 ha. Davon öffentlich zugänglich: 22 ha. Das entspricht der Fläche der Hamburger Binnenalster.

Höhe:
Rund 40 Meter

Komponenten:
Photovoltaikanlage
1. Bauabschnitt mit 500 kWp: 2009
2. Bauabschnitt mit 200 kWp: 2011
neue Windkraftanlage mit 3.400 kWp: 2011
bestehenbleibende Windkraftanlage 1.500 kWp

Gesamtleistung: 
Strom aus Wind- und Sonnenenergie für 4.000 Haushalte (12.200.000 kWh /a)

ARCHITEKTEN

Hochbauarchitektur:
Konermann Siegmund Architekten, Hamburg

Landschaftsarchitektur:
Häfner/Jiménez, Büro für Landschaftsarchitektur, Berlin

Ausstellung:
mgp ErlebnisRaumDesign GmbH, Hamburg

BAUHERREN

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Amt für Umweltschutz – Bodenschutz/Altlasten

Projektgruppe Sprung über die Elbe und Abteilung Natur- und Ressourcenschutz

HAMBURG ENERGIE

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Arbeitskreis Georgswerder

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