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02.07.2010

Wilhelmsburg erhält Zugang zum Spreehafen

Stadtentwicklungssenatorin Hajduk öffnet den „Zollzaun“

In Wilhelmsburg fällt eine Grenze: Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk wird am 4. Juli mit Vertretern von Wilhelmsburger Bürgerinitiativen den „Zollzaun“ öffnen. Damit haben Fußgänger und Radfahrer endlich direkten Zugang zum Spreehafen, zur Promenade und dem Deich. Bereits 2005 hatte der Senat in der Gründungsdrucksache für die Bürgerschaft zum Sprung über die Elbe die Zollzaun-Öffnung vorangetrieben. Sie erfolgt im Zuge der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg und erfüllt einen jahrelangen Wunsch vieler Wilhelmsburger und Veddeler.

Hamburg, 2. Juli – Ein großer Tag für Wilhelmsburg und für die Veddel: Am Sonntag, 4. Juli, werden Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk, Bezirksamtsleiter Markus Schreiber und Vertreter von Elbinsel-Bürgerinitiativen und -Vereinen den etwa drei Meter hohen, mit Stacheldraht bewehrten „Zollzaun“ öffnen. Damit erhält die Elbinsel ihr Nordufer zurück. Bislang trennte der Zaun die Stadtteile vom Spreehafen. Jetzt werden Fußgänger und Radfahrer zwei Durchgänge passieren können, die sie direkt zum Deich führen. Die Öffnung des Zauns, seit Jahren von Initiativen und Bürgervereinen gefordert, wurde durch Initiative des Senates beim Bund möglich. Sie sollte im Zusammenhang der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg geschehen. Doch damit nicht genug: Wenn im Jahr 2013 der Freihafen weitgehend aufgehoben wird, soll der gesamte Zaun fallen. 


Der Weg zur Zollzaun-Öffnung

Im Dezember 2009 hatte der Senat die Aufhebung der Freizone zum 1. Januar 2013 beschlossen und im Februar beim Bundesfinanzministerium beantragt. „Endlich liegen Wilhelmsburg und die Veddel für jeden erlebbar direkt am Spreehafen. Ich freue mich, dass wir so schnell schon eine dauerhafte Öffnung des Zollzauns erreichen konnten, so dass die Bewohner der Elbinseln schon diesen Sommer an ihrem Hafen genießen können. Jetzt gilt es, den Zollzaun bis 2013 ganz abzureißen und dauerhaft den Spreehafen als ‘Alster des Hamburger Südens’ erlebbar zu machen“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk.
Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hatte sich bereits 2005 ausdrücklich den alten Wunsch der Wilhelmsburger einer „Öffnung der Südseite des Spreehafens für die Öffentlichkeit“ zu Eigen gemacht. IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg hatte sich der Forderung, den Zaun zu öffnen, angeschlossen. Hellweg damals: „Das deutlichste Symbol der Ausgrenzung eines ganzen Stadtteils ist der Zollzaun am Spreehafen“. Die jetzt anstehende Öffnung des Zaunes begrüßt auch die IBA. Hellweg: „Mit der Öffnung des Zollzauns bietet das landschaftlich attraktive Südufer des Spreehafens den Menschen neue Naherholungsmöglichkeiten. Ein geeigneter Platz, an dem sich Hafen und Freizeit überlagern können.“ Manuel Humburg, Vorstand des Vereins „Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg“, der seit gut zehn Jahren für die Zaunöffnung kämpft, sagt: „Wenn wir gemeinsam mit der Senatorin den Durchgang freigeben, ist dies ein passendes Bild für das gute Zusammenwirken mit der IBA in dieser Frage.“ Die Öffnung des Zaunes werde den Menschen in Wilhelmsburg eine Erhöhung der Lebensqualität bringen. Humburg weiter: „Für mich ist der Spreehafen so etwas wie das ’Wohnzimmer’ Wilhelmsburgs und der Veddel, und hier kann man jetzt am Ufer Spazierengehen, Radfahren, Skaten oder auch einfach nur den tollen Blick auf Hamburg genießen.“


Großes Fest am kommenden Sonntag

Der freie Zugang auf die Spreehafenpromenade wird am Sonntag mit einem großen Fest gefeiert werden: Die Bevölkerung ist eingeladen, das Spreehafenufer zu erobern.
Jeweils gegen 13.30 Uhr starten zwei von Musikkapellen begleitete Sternmärsche vom Stübenplatz und vom S-Bahnhof Veddel (Nordausgang / Wilhelmsburger Platz).
Gleichzeitig radeln außerdem Fahrradfahrer auf einer Sternfahrt vom Sandtorkai in der HafenCity los zum Spreehafenwinkel (Knick des südlichen Spreehafenufers).
Um 14.30 Uhr ist es so weit: Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk, der Leiter des Bezirksamtes Mitte, Markus Schreiber, und Manuel Humburg, Vorstand des Vereins „Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg“, werden den Durchgang öffnen. Zur Feier des Ereignisses wird auf der Deichpromenade ein buntes Programm mit internationalen Spezialitäten und viel Musik geboten. Die IBA Hamburg organisiert das Fest gemeinsam mit dem Verein „Zukunft Elbinseln“. Unterstützung leisten das städtische Wohnungsunternehmen SAGA GWG und die Kupferhütte Aurubis.


Geschichte und Zukunft des Hafens

Der elf Hektar große Spreehafen diente früher als Überwinterungsplatz für Binnenschiffe. In den vergangenen Jahren hat sich in dem seeartigen Hafenbecken eine alternative Nutzung mit zahlreichen sogenannten „Liegern“, gewerblich genutzte Hausboote, etabliert. Wie überall im Hafen ist Wohnen dort noch verboten. Manuel Humburg: „Langfristig sehe ich den Spreehafen als Hamburgs ersten richtigen Hausboothafen, wo in bunten schwimmenden Häusern neben dem Arbeiten auch Wohnen zulässig ist – bezahlbar wie in Amsterdam – eine Attraktion für die ganze Stadt.“


Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
IBA Hamburg GmbH, Sabine Metzger, presse@iba-hamburg.de, Telefon: 040 / 226 227 - 330

 

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