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20.06.2012

Spreehafen: Auf der Zielgeraden zur Öffnung

Auftakt der Bauarbeiten am Spreehafen: Der Hafen als Freiraum für den Stadtteil

 

Den Deich im Rücken, weite Blicke über das Wasser und auf die Silhouette der Hamburger City – so zeigt sich der Spreehafen dem Besucher vom Südufer aus, das bereits heute intensiv von Erholungsuchenden genutzt wird. Einige Bauarbeiten fehlen noch, um das attraktive Ufer noch besser und schöner zugänglich zu machen: Am Mittwoch, den 20. Juni 2012 lud die IBA Hamburg ein, um mit Hans-Jochen Hinz, Leiter Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer, Harald Kreft, Leiter des Unternehmensbereichs Hafenbahn der Hamburg Port Authority und dem Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, Andy Grote, über dieses Projekt zu informieren und den Auftakt der Bauarbeiten zu feiern. Drei breite Deichtreppen, Fahrradrampen, die neu gestaltete Verbindung zum Stübenplatz und der neue Fähranleger Ernst-August-Schleuse werden 2012 gebaut sowie Mitte Dezember die verlängerte Fährlinie 73 in Betrieb genommen. Mit Beginn des Präsentationsjahrs der IBA Hamburg 2013 wird der Zollzaun am Spreehafen komplett verschwunden sein. Außerdem zeigt ab jetzt die neue Informationsstele als dauerhafte und sichtbare Landmarke alles Wissenswerte zum IBA-Projekt.

Hamburg, 20. Juni 2012 – „Mit der Öffnung des Spreehafens haben die Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger im Norden nun endlich ihren direkten Zugang zum Wasser und zum Hafen. Mit dem Fall dieser Barriere wird der jahrelange Kampf der Bevölkerung belohnt und Wilhelmsburg gewinnt an Lebensqualität“, sagte Andy Grote, Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte. Projektbeteiligte, Politiker und viele weitere Gäste kamen am Vormittag zusammen, um nach einem gemeinsamen Spazierweg durch das Reiherstiegviertel den Auftakt der letzten großen Bautätigkeiten einzuläuten. Mit weiteren Deichübergängen für Fußgänger und Radfahrer soll die Zugänglichkeit verbessert werden. Freitreppen zum Gehen und zum Sitzen, Rampen, und eine neue Ampelanlage schaffen eine neue kurze Verbindung zwischen dem Hafenbecken und dem Stübenplatz. Zwei weitere Deichübergänge und eine neue Fußgängerampel erleichtern entlang der Harburger Chaussee den Zugang zum Wasser. Der sukzessiv geöffnete Spreehafen wird ein landschaftsgestalterisches Gesicht erhalten und soll vor allem für die Anwohner ein Naherholungsgebiet werden. IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg sagte: „Ein alter Wunsch von Bürgern und Vereinen wird mit diesem Projekt erfüllt, außerdem wird mit dem geplanten Fähranleger Wilhelmsburg auf dem Wasserweg direkt mit den Landungsbrücken verbunden sein. Die neue Freitreppe im Grünzug auf dem Weg zum Spreehafenknie liegt in Sichtachse zum Stübenplatz, dem belebten Herzen des Reiherstiegviertels. So schaffen wir gestalterisch eine einladende Bewegung vom Zentrum zum Hafen“.


Diese neue Verbindung vom Spreehafen zum Stübenplatz wird dann fahrrad- und kinderwagentauglich sein. Durch die Bauarbeiten wird die Verbindung von der Grünanlage am Ernst-August-Kanal in Verlängerung der Veringstraße auf den Straßendamm der Hafenrandstraße vom 15. Oktober bis 11. November komplett unterbrochen. Der Spreehafen wird in dieser Zeit nur über einen Umweg über die Zollstation und die Georg-Wilhelm-Straße/Hafenrandstraße zu erreichen sein. Der Bau von Lärmschutzwänden und des Gehwegs verursacht die Sperrung. Derzeit gewährleistet eine provisorische Treppe den Zugang. Der Landesbetrieb Straßen Brücken und Gewässer (LSBG) ist mit der Umsetzung der neuen Zugänge zum Spreehafen beauftragt. LSBG-Leiter Hans-Jochen Hinz: „Dass Hochwasserschutz und Stadtgestaltung keine Gegensätze sein müssen, dafür gibt es durch den LSBG realisiert bereits ansehnliche Beispiele in der Innenstadt aber auch z.B. auf der Veddel oder in Finkenwerder. Hier am Spreehafen können wir gut auf das Hinter-dem-Deich-Liegende neugierig machen. Der Deich wird zum Aussichtspunkt, ohne die Sicherheit des Bauwerks zu gefährden. Die Bedeutung des Hochwasserschutzes ist uns gerade in diesem Jahr, 50 Jahre nach der Sturmflut 1962, noch einmal sehr deutlich geworden.“

Mit der Öffnung des Spreehafens greift die Internationale Bauausstellung Hamburg eine über Jahrzehnte wiederholte Forderung aus den angrenzenden Stadtteilen auf. Auf Spaziergänger und Radler warten am Spreehafen authentische Hafenstimmung und Industrieromantik: Lange Deiche und Polderwände sind zu sehen, in großen Hallen lagern Kakaoberge, auf Gewässer liegen Schuten und schwimmendes Hafengewerbe, Weiden wuchern an den Ufern, im Schlamm stapfen Brandgänse. Der 4,5 km lange Spaziergang um den Spreehafen zeigt eine weithin unbekannte Seite des Hafens, einem Gebiet, für das die Hamburg Port Authority zuständig ist. Harald Kreft, Leiter Hafenbahn und Mitglied der Geschäftsleitung der HPA, sagte: „Die Hafenbahn hat eine lange Tradition am Spreehafen. Durch die direkte Nähe zu Wilhelmsburg sind Hafen und Stadt an dieser Stelle eng miteinander verwoben. Der damit verbundenen Verantwortung ist sich die HPA bewusst. Ich freue mich, dass wir diese Tradition nun durch die Modernisierung unseres Standortes auf der Spreehafeninsel fortsetzen. Mit einer modernen Werkstatt und dem ersten Passivbürohaus Hamburgs setzt die Hamburg Port Authority (HPA) hier Maßstäbe für ökologisches und nachhaltiges Bauen.“

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