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und
25.11.2011
IBA Forum 2011 Kosmopolis: Neue Chancen für die Stadt
Zusammenleben in einer internationalen Stadtgesellschaft
Die Internationale Bauausstellung IBA Hamburg lud heute, Freitag, den 25. November 2011, zum IBA FORUM 2011. Rund 250 engagierte Bürgerinnen und Bürger von den Elbinseln, Hamburgerinnen und Hamburger, Vertreter von Behörden, Institutionen, aus Wirtschaft und Wissenschaft und zahlreiche Vertreter von migrantischen Vereinen und Gemeinden aus Wilhelmsburg und ganz Hamburg waren der Einladung in das Bürgerhaus Wilhelmsburg gefolgt.
Diesmal stand das IBA-Leitthema KOSMOPOLIS im Mittelpunkt der Diskussion und die Fragen, wie eine immer internationaler werdende Stadtgesellschaft kooperativ zusammenleben kann. Wie soziale und kulturelle Barrieren eines Stadtteils überwunden werden können und was Städtebau und Architektur, aber auch die Stärkung von Bildung, Kunst und Kultur sowie die Förderung lokaler Ökonomien hierfür leisten können.
Das IBA FORUM 2011 stellte sich diesen Fragen und diskutierte mit Bewohnern der Elbinseln und Fachleuten. Anhand von Projekten auf den Elbinseln sowie aus anderen Städten wurde gezeigt, wie es gelingen kann, unsere gemeinsame Zukunft friedlich zu gestalten.
Zum Abschluss der Veranstaltung richtete der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz ein Grußwort an die Gäste.
Hamburg, 25. November 2011 – Unsere Stadtgesellschaft verändert sich rasant. Sie wird internationaler, unterschiedliche Religionen und Ethnien treffen aufeinander, die Lebensstile der Menschen werden vielfältiger. Das Leben erscheint reicher und bunter, aber auch konfliktträchtiger. Wie angesichts dieses demografischen Wandels soziale und kulturelle Barrieren eines Stadtteils in einem ganzheitlichen Planungsansatz mit den Mitteln des Städtebaus und der Architektur, aber auch durch die Stärkung von Kunst und Kultur sowie der Förderung von lokalen Ökonomien überwunden werden können und welchen Impuls es bedarf, damit sich unter den Bedingungen einer an ihre ökologischen Grenzen stoßenden weltweiten Urbanisierung die Potentiale kultureller Vielfalt entfalten können, stand im Fokus der Diskussion des IBA FORUM 2011.
IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg ging einleitend auf den Begriff KOSMOPOLIS ein, was eine kosmopolitische Stadt ausmacht und welchen Gewinn die internationale Stadtgesellschaft – die KOSMOPOLIS – für eine Metropole bedeutet. Er erläuterte, warum sich die IBA Hamburg mit diesem Thema beschäftigt und welchen Beitrag die IBA-Projekte zum Leitbild der kosmopolitischen Stadt leisten: „Natürlich kann im Rahmen einer IBA nur ansatzweise gezeigt werden, wie eine kosmopolitische Stadt aussehen könnte. Allerdings können gute Beispiele Schule machen. Es zeigt sich, dass das Quartier die wohl wichtigste Ebene des interkulturellen Austausches ist. Hier werden die Weichen für ein kosmopolitisches Selbstverständnis einer Stadt gestellt. Deshalb stehen im Zentrum der IBA auch die quartiersbezogenen Einrichtungen und Aktivitäten.“
Die IBA Hamburg setzt in ihren Projekten unter dem Leitthema KOSMOPOLIS auf Impulse im Bereich der Bildung, neuer Wohnformen und interkultureller öffentlicher Räume sowie kultureller Initiativen.
Im Rahmen des IBA FORUM kamen zahlreiche Vertreter von migrantischen Vereinen und Organisationen zu Wort. Unter der Moderation der Journalistin Kathrin Erdmann kam es gleich zu Beginn zu lebhaften Diskussionen über praktische Probleme des Zusammenlebens in einem multi-kulturellen Stadtteil. Dabei waren sich aber alle Beteiligten einig, dass Vorurteile nur durch die praktische Begegnung ausgeräumt werden können und die Bildungseinrichtungen dafür eine Schlüsselrolle einnehmen können.
Schülerinnen und Schüler der Schule an der Burgweide kamen spontan zum IBA FORUM, um für den Erhalt des Kinderbauernhofs in Kirchdorf zu demonstrieren.
Vielfalt, die das Leben reicher macht
In der zweiten Tageshälfte wurden ausgewählte Initiativen und Best-Practice-Projekte aus Wilhelmsburg vorgestellt und in einer kleinen Ausstellung im Bürgerhaus Wilhelmsburg präsentiert.
Informiert wurde über gebaute IBA-Projekte wie das Baugemeinschaftsprojekt „Open House“, das „Veringeck“ – ein sozial integratives Wohnhaus für demenziell erkrankte Senioren und das „Weltquartier“ im Wilhelmsburger Reiherstiegviertel. Vorgestellt wurden zudem Projekte aus dem Bereich Bildung und Kultur wie die „Universität der Nachbarschaften“, das „Interkulturelle Schülerseminar“ oder die „[KünstlerCommunity] Veringhöfe e.V.“ Erfahrungsberichte aus dem Bereich der lokalen Ökonomien wie „Nähgut“ und „Das Geld hängt an den Bäumen“ stießen auf großes Interesse, ebenso wie Projekte mit bürgerschaftlichem Engagement wie die „Fahrradstadt“ und das „igs/IBA-Beteiligungsgremium“.
Gemeinsam Zukunft gestalten: Neue Chancen für Hamburg und die Elbinseln
Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, sagte in seinem Grußwort an die Gäste: „Die IBA Hamburg hat uns die Möglichkeit gegeben, zu zeigen, wie wir in Zukunft mit den großen Herausforderungen und Chancen umgehen können, vor denen Metropolen stehen. Die Chancen, die urbanes Leben in großen Städten bietet, sollten wir nutzen und die weitere Entwicklung unserer Metropole mit Optimismus anpacken. Die Schwierigkeiten, die es an manchen Stellen mit sich bringt, sehe ich auch. Strukturell unlösbar sind sie nicht und ich bin allen dankbar, die an der IBA mitwirken und genau das beweisen: dass Städte Laboratorien der Moderne sind.“
In einem Diskurs mit Olaf Scholz, dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Corinna Peters-Leimbach, Nebahat Güçlü und Uli Hellweg wurde im letzten Themenblock der Frage nachgegangen, wie ein ebenso friedliches wie anregendes Miteinander trotz vielfältiger Religionen und Ethnien, heterogener Bildungsstände und verschiedenartigster Lebensstile erreicht werden kann.
Fotos vom IBA FORUM 2011 können Sie unter folgendem Link herunterladen:
Link: http://iba-hamburg.eyebase.com
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