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27.01.2012

Bürgermeister Olaf Scholz nimmt jüngste Windenergieanlage von HAMBURG ENERGIE auf dem Energieberg Georgswerder in Betrieb

Frischer Wind für Hamburg

 

Mit einem Knopfdruck haben Bürgermeister Olaf Scholz sowie die Geschäftsführer von HAMBURG ENERGIE, der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg und REpower Systems am heutigen Donnerstag Hamburgs jüngste Windenergieanlage in Betrieb genommen. Sie steht auf dem IBA-Energieberg, der ehemaligen Mülldeponie Georgswerder. Mit einer Nennleistung von 3,4 Megawatt zählt die Windenergieanlage von HAMBURG ENERGIE zu den leistungsfähigsten in der Hansestadt. Sie wurde durch das Hamburg Windunternehmen REpower errichtet und ersetzt im Rahmen einer sogenannten
Repowering-Maßnahme drei leistungsschwächere Modelle an gleicher Stelle.
Hamburg, 26. Januar 2012
. „Für den Hamburger Senat ist die Energiewende eine politische Schlüsselaufgabe. Als führende Windenergie-Region wollen wir im norddeutschen Verbund – also gemeinsam mit den Nachbarländern – zu den Vorreitern einer ökologischen Energiepolitik gehören“, so Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz anlässlich der heutigen Inbetriebnahme. „Die imposante Windkraftanlage auf dem Energieberg Georgswerder ist ein weithin sichtbares Stück Energiewende und weist den Weg, den wir gehen müssen. Hamburg Energie nimmt dabei einen wichtigen Platz als Produzent und Lieferant von Energie aus erneuerbaren Quellen sowie als Dienstleister für
lokale Wärmeversorgungskonzepte in Hamburg ein.“

Rund 4,7 Millionen Euro investierte der städtische Energieversorger HAMBURG ENERGIE in den Bau der Anlage. „Wir haben uns verpflichtet, die Hälfte der Strommenge, die wir an unsere Kunden liefern, binnen fünf Jahren in eigenen Anlagen zu produzieren. Durch den großen Kundenzuwachs mit mittlerweile über 65.000 Stromkunden treiben wir den Ausbau regenerativer Erzeugungsanlagen in Hamburg und Umgebung verstärkt voran. Bislang haben wir bereits 40 Millionen Euro investiert. Bis 2015 werden es über 150 Millionen sein“, erklärt Michael Beckereit, Geschäftsführer von HAMBURG ENERGIE. Die neue Anlage des städtischen Energieversorgers erzeugt jährlich rund 7,9 Mio. kWh/a Strom. Das entspricht dem Strombedarf von gut 3.000 Haushalten und einer CO2-Einsparung von etwa 5.000 Tonnen pro Jahr im Vergleich zum deutschen Strommix. Auch die Abmessungen der Windenergieanlage – einer REpower 3.4M104 – beeindrucken: Ein Blatt ist 50,8 Meter lang, der Rotordurchmesser von 104 Metern übertrifft die Spannweite eines Airbus A380, und die Rotorfläche ist größer als ein Fußballfeld. Die Anlage misst vom Boden bis zur Flügelspitze 150 Meter und ist auf dem 40 Meter hohen Energieberg künftig ein sichtbares Zeichen für die erneuerbaren Energien in Hamburg.

„Die REpower 3.4M104 gehört zur neuesten und fortschrittlichsten Generation von Windenergieanlagen für den Onshore-Einsatz. Mit unseren Turbinen der Drei-Megawatt-Klasse lassen sich die Windpotenziale an Land so effektiv und wirtschaftlich wie möglich nutzen. Der Bau einer so leistungsstarken Anlage auf einem Berg aus mehreren Millionen Kubikmetern Müll stellte große Anforderungen an das Fundament und die Statik. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit diesem außergewöhnlichen Projekt in Hamburg, am Hauptsitz von REpower, unser Know-How unter Beweis stellen konnten“, so Jens Müller-Nielsen, Geschäftsführer der für den deutschen Markt zuständigen REpower Systems GmbH.

Bis Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden auf der Mülldeponie
Georgswerder zum Teil hochgiftige Abfälle abgeladen. Durch die IBA Hamburg wird die Deponie als Projekt des Leitthemas „Stadt im Klimawandel“ zum Energieberg umgewandelt. Mit Wind- und Sonnenkraft sowie Bio- und Deponiegas wird auf dem Hügel umweltfreundlich Energie erzeugt – so viel, dass es dem Bedarf von mehr als 4.000 Haushalten entspricht. „Der Energieberg Georgswerder ist ein besonders wichtiges Projekt der IBA Hamburg für die Entwicklung eines nachhaltigen Stadtteils und auch, um das ehrgeizige Ziel der klimaneutralen Elbinseln zu verwirklichen. Durch die IBA Hamburg wird eine Altlast zu einem Modell und einem Symbol für eine urbane Energieversorgung. Die allmähliche Öffnung der ehemaligen Deponie Georgswerder, die wir mit der IBA Hamburg bis zum Präsentationsjahr 2013 realisieren, eröffnet außerdem neue stadtentwicklungspolitische Chancen: Ein verschlossenes Areal wird nach Jahren wieder in den Stadtteil integriert und den Bürgern zugänglich gemacht“, erklärt IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg. Bis 2013 wird der Energieberg zur Informationslandschaft weiter ausgebaut und als Ausflugsziel geöffnet.

Bilder zum Termin finden Sie unter folgendem Link:
Link: http://iba-hamburg.eyebase.com
Pin-Code: IGHrdvCZ

 

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