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BürgerInnen und ExpertInnen schmieden gemeinsam Pläne

Zukunftsbild Georgswerder

Stadtteilwerkstatt Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Stadtteilwerkstatt Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Stadtteilwerkstatt Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Stadtteilwerkstatt Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Stadtteilwerkstatt Georgswerder, Bild: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt Stadtteilwerkstatt Georgswerder, Bild:IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt

PROJEKTKOORDINATOR

Hans Lied
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METROZONEN


Zukunftsbild Georgswerder (Projektstand bis 2013)

 

Das Zukunftsbild für Georgswerder liegt vor. Es ist das Ergebnis eines intensiven Planungsprozesses, an dem sich viele Menschen beteiligt haben und soll die künftigen Veränderungen im Stadtteil in eine Richtung lenken, die den Wünschen des Stadtteils entspricht. 

 

Mit dem Zukunftsbild werden Anforderungen an die Entwicklung des Stadtteils aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner formuliert, diskutiert und mitgetragen vom Bezirk Hamburg-Mitte, von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, und von der IBA Hamburg. Vielfältige Einzelvorschläge wurden sorgsam untereinander abgewogen und zu einem integrierten Gesamtbild zusammengeführt. 

 

Der Stadtteil Georgswerder – ein typischer Vertreter der Metrozone!


 

Wer Georgswerder besucht, wird überrascht sein, dass in kurzer Distanz zur Hamburger Innenstadt eine beinahe dörfliche Idylle finden lässt. Der Stadtteil ist von wichtigen Verkehrsadern und Autobahnen umgeben. Am Fuße des Energiebergs Georgswerder gelegen, wird er von Kleingartensiedlungen und der Dove Elbe, einem Altarm der Elbe, eingerahmt. Der Stadtteil ist von vielen Einfamilienhäuern mit großen Gärten, aber auch Geschosswohnungsbau aus der Gründerzeit geprägt.

 

In seiner Vielfalt und Mischung finden sich auch die Herausforderungen, denen sich der Stadtteil immer wieder ausgesetzt sieht: viele Ecken sind ungepflegt und unaufgeräumt, sind vermüllt oder liegen brach. Der Zustand vieler Häuser verlangt eine Sanierung und Renovierung. Nutzungsangebote vom Schuster bis zur Apotheke sind in den vergangenen Jahren weggebrochen. Und nicht zuletzt hat der Stadtteil trotz seines grünen Charakters ein Imageproblem, was gewiss mit der Nähe zur Deponie Georgswerder zu tun hat. Die zahlreichen Bevölkerungsgruppen und Ethnien im Stadtteil sind Ausdruck einer internationalen Stadtgesellschaft, deren Zusammenleben zu gestalten ebenfalls zu den wichtigen Zukunftsaufgaben zählt. 

 

Stärkung von Georgswerder durch behutsame Veränderung

 

Seit vielen Jahren engagieren sich die Bürgerinnen und Bürger für ihren Stadtteil. Der Arbeitskreis Georgswerder vertritt ihre Interessen nach außen und ist ein wichtiger Partner für die weitere Entwicklung. Mit dem "Zukunftsbild Georgswerder" sollen nun die Weichen für eine nachhaltige Gesamtentwicklung gestellt werden.

 

Deutlich sind dabei jene Bereiche im Stadtteil herausgearbeitet, die für eine Aufwertung und Stärkung von Georgswerder als besonders wichtig eingeschätzt wurden: Eine starke Ortsmitte, ein attraktiver Deich als Lebensader und starkes Rückgrat, ein gut gestalteter Ortseingang im Norden, aber auch bauliche Erweiterungen an Deich und Fiskalischer Straße. Keineswegs geht es dabei ausschließlich um Veränderungen. Auch Bereiche, die es dauerhaft zu schützen und zu qualifizieren gilt, wie die Ziegeleiteiche, der Landschaftsraum und die Dove-Elbe unterstreichen, dass Georgswerder nicht überformt werden soll. Georgswerder hat sich für einen behutsamen, aber selbstbewussten Weg entschieden. 

 

 Download Maßnahmen Zukunftsbild Georgswerder

 

Das Ergebnis zeigt Maßnahmen auf, die zügig z.B. noch durch die IBA Hamburg, gemeinsam mit dem Bezirk Hamburg-Mitte und dem Arbeitskreis Georgswerder, umgesetzt wurden und Signale setzen konnten. Es lohnt sich, in diese innenstadtnahe Lage zu investieren, denn mittel- und langfristig bieten sich Wachstumspotenziale für Wohnungsbau und wohnverträgliches Gewerbe. 

 

Download Zeitplan Umsetzung

 

Breite Zusammenarbeit

 

Der Prozess zeigt, wie auf Quartiers- und Stadtteilebene eine produktive Zusammenarbeit von Politik, Bezirksamt und Behörden, Planungsbüros und der ansässigen Bevölkerung zu einem breiten Konsens führen kann: Von der Stadtteilwerkstatt, in der Planerinnen und Planer mit Bürgerinnen und Bürgern eng zusammenarbeiteten, über die Auswertung und Empfehlungen des Beratungsgremiums bis zu den drei Abendworkshops zur Vertiefung und Abstimmung des Zukunftsbilds stand stets die aktive Mitarbeit der Bewohnerinnen und Bewohner im Vordergrund. 

 

Auch wenn kein neues Planrecht geschaffen wurde: Das Ergebnis wird seine Kraft entfalten, und alle, die in Georgswerder Veränderungen in Gang setzen, werden sich am Zukunftsbild orientieren müssen. Politik und Behörden werden darauf ein Auge haben und die engagierten Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils werden darauf achten, dass das „Zukunftsbild Georgswerder “ auch umgesetzt wird – Schritt für Schritt, bis 2025 und darüber hinaus. 

 

Neben den großen Projekten im Stadtteil sind im Zukunftsbild auch kleine Maßnahmen vorgeschlagen, die die Atmosphäre und das Bild des Stadtteils beeinflusst sollen. So wurden erste Schritte im Rahmen der IBA noch in 2013 bereits umgesetzt: mit dem Geraderücken der Verkehrsschilder im Stadtteil, Aufräumarbeiten entlang der Dove-Elbe und der Diskussion um die Umsetzung eines Radstreifens am Niedergeorgswerder Deich wurde die Umsetzung des Zukunftsbildes gestartet.

 

Ein wichtiger Punkt für viele GeorgswerderanerInnen war die Gestaltung des Ortseingans am Niedergeorgswerder Deich. Insbesondere die dortige dunkle Brückensituation sollte behoben werden. Die Brückenunterführung wurde im Rahmen der IBA in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk und dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer mit zusätzlichem Licht und einem neuen, helleren Deckenanstrich freundlicher gestaltet, die Brückenpfeiler zieren nun historische und aktuelle Schlagworte zu Georgswerder. Zusätzlich bekam die Lärmschutzwand oberhalb der Brücke durch das Hamburger Büro spine architects eine gestaltete Beplankung, die die Menschen im Stadtteil nun begrüßt.

 

Zeitgleich entstand entlang des Bauzauns an der Fiskalischen Straße / Niedergeorgswerder Deich eine temporäre Plakatgalerie. Die Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil wurden zu einer Fotosession mit dem Fotographen Johannes Arlt eingeladen und gebeten, ihren Bezug zum Stadtteil zu formulieren. Die Portraits und Zitate verkleideten bis November 2013 den Bauzaun und waren ein beeindruckendes Zeichen für die Vielfalt und den Gestaltungswillen in Georgswerder.

 

Projekt Georgszaun


 

Die IBA Hamburg GmbH wurde mit der Weiterführung des Projektes nach 2013 beauftragt. Zum aktuellen Projektstand gelangen Sie hier.