Präsentationsjahr 2013IBA-MAPIBA-MAGAZINDIE IBA FÜR:

Wie wird ein Vorschlag zum Projekt?

 

Die IBA Hamburg lebt von den Ideen vieler Menschen. Doch nicht alle Vorschläge sind auch für die Realisierung als „offizielles“ IBA-Projekt geeignet.

Der Weg, den eine Idee bis zu ihrer Verwirklichung im Rahmen der IBA nimmt, verläuft über mehrere Stufen – und eine ganze Reihe von Instanzen ist an ihrer Prüfung beteiligt. Zunächst muss jede Projektidee zu einem der drei Leitthemen der Internationalen Bauausstellung Hamburg passen: „Kosmopolis“ (das optimale Miteinander vieler Kulturen in der Stadt), „Metrozonen“ (die Frage, wie die Grenzbereiche unterschiedlicher Nutzungsräume in der Stadt gestaltet werden sollen) und „Stadt im Klimawandel“ (umweltverträgliche Ver- und Entsorgung der Metropole).
Bürger, Initiativen, Bauherren oder Investoren können dazu eigene Projektanträge einreichen oder einem der Projektaufrufe der IBA zu bestimmten Themengebieten folgen. Sehr zahlreich geschah das etwa im Fall der „Projekte der kulturellen Vielfalt“ im Rahmen des IBA-Kunst- und Kultursommers 2007, mehr als 200 Ideen wurden dafür eingereicht. Passt eine Projektidee thematisch zur IBA Hamburg, beginnt die Projektprüfung durch die IBA Hamburg. Grundlage sind sieben Qualitätskriterien, die das IBA-Kuratorium entwickelt hat. Entscheidend sind Merkmale wie zum Beispiel das öffentliche Interesse, die Originalität, das Nutzungspotenzial, die Strukturwirksamkeit und die Präsentierbarkeit im Rahmen der IBA-Leitthemen. In vielen Fällen entscheidet eine Jury über die Anerkennung eines Projekts als IBA-Projekt, auch das IBA-Kuratorium wird in die Projektbewertung mit einbezogen.

Es folgt die Phase der Projektrealisierung, die von der IBA in einer Art Supervision begleitet wird. Um die Umsetzung der IBA-Ziele zu gewährleisten, wird mit dem Projektträger eine „Qualitätsvereinbarung“ abgeschlossen, in der die projektbezogenen IBA-Ziele festgelegt werden. In der Qualitätsvereinbarung wird auch geregelt, ob und wieviel finanzielle Unterstützung der Projektträger für die spezifischen IBA-Aspekte, die so genannte IBA-Exzellenz, erhält. Nach erfolgreicher Projektrealisierung erhält das Projekt ein eigens eingeführtes IBA-Zertifikat und eine IBA-Plakette..

Die IBA-Zertifikate sollen in einem feierlichen Akt durch den Bundespräsidenten übergeben werden. Last not least: Es ist geplant, das IBA-Gütesiegel nicht nur an Projekte im Demonstrationsgebiet der Internationalen Bauausstellung, also auf der Elbinsel Wilhelmsburg, der Veddel und im Harburger Binnenhafen zu verleihen. Auch Projekte an anderen Orten in Hamburg sollen das IBA-Zertifikat erhalten können. Als Voraussetzung gilt auch hier: Sie müssen die besonderen IBA-Qualitätskriterien erfüllen und dabei einen Beitrag zu einem der drei Leitthemen leisten. Als so genannte Referenzprojekte werden sie dann im Rahmen der Internationalen Bauausstellung mit dokumentiert und der Öffentlichkeit vorgestellt.