Die Zukunft Internationaler Bauausstellungen
Netzwerk "IBA meets IBA"
Im Zeitraum eines Jahrhunderts haben sich die Internationalen Bauausstellungen zu einem zukunftsfähigen Experimentierfeld des Städtebaus und damit auch zu einem besonderen „Markenzeichen“ der Planungs- und Baukultur in Deutschland entwickelt. Um von diesem Standard die Übertragbarkeit der Erfahrungen und ihre weitere Entfaltung bei künftigen Internationalen Bauausstellungen zu gewährleisten und um zugleich in Verfahren der Alltagspraxis Maßstäbe zu setzen, ist der der Aufbau eines Netzwerkes „IBA meets IBA“ im Dezember 2008 als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ausgewählt worden.
Dieser Prozess wurde bereits im Jahr 2007 auf Initiative der IBA Hamburg initiiert. Im Hotel Hafen Hamburg fand damals ein erster Erfahrungsaustausch von über 30 Experten vergangener, aktueller und zukünftiger Internationaler Bauausstellungen statt. Dieses erste IBA LABOR „IBA meets IBA“ erlebte Anfang Februar 2009 in der Akademie der Künste in Berlin eine Neuauflage mit dem Ziel einer stärkeren Vernetzung aller Internationalen Bauausstellungen.
Im Rahmen der Veranstaltung in Berlin wurde darüber diskutiert, wie die Qualitätsmerkmale der „Marke IBA“ kontinuierlich gesichert werden können. Auch ging es um die Frage, ob und wie das in Deutschland etablierte Instrument der Internationalen Bauausstellung zu einem Beitrag europäischer Planungs- und Baukultur weiterentwickelt werden kann. Das LABOR diente neben der Konstituierung des Netzwerks "IBA meets IBA" auch der Weiterentwicklung des Memorandums "Zur Zukunft Internationaler Bauausstellungen", das auf dem FORUM "IBA meets IBA" am 4. bis 5. Juni 2007 in Hamburg vorgestellt wurde.
Die Retrospektive der //Bauausstellungen
Parallel zur Werkstattschau zeigt die IBA Hamburg in der Wanderausstellung „IBA meets IBA“ erstmals eine Gesamtschau der über hundertjährigen Tradition Internationaler Bauausstellungen in Deutschland und stellt die sieben Vorgänger der IBA Hamburg vor.
Gezeigt werden in Kooperation mit dem M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW unter anderem ein Modell der ersten IBA, die 1901 auf der Mathildenhöhe in Darmstadt stattgefunden hat. Ziel der Ausstellung ist es, die Auseinandersetzung mit dem hundertjährigen Erfahrungsschatz von IBAs ins Bewusstsein zu heben, zeitgemäß weiter zu entwickeln und für all jene verfügbar zu machen, die für komplexe räumliche Strategien Orientierung suchen. So zeigt die Retrospektive die Besonderheiten des Stadtentwicklungsprogramms IBA und gibt grundsätzlich darauf eine Antwort: Was ist eigentlich eine IBA und was kann eine IBA erreichen? Welchen Aufgaben müssen sich Internationale Bauausstellungen heute stellen?
Die vom Publikum gut angenommene Ausstellung geht seit 2008 auf Reisen. Stationen bisher waren:
15.9.2007–28.2.2008
Hamburg-Wilhelmsburg, Ausstellungsräume IBA at WORK, Berta-Kröger-Platz
19.4.2008–8.5.2008
Basel (Schweiz), E-Halle, im Rahmen der Vorbereitungen zur IBA Basel 2020
7.5.2009–29.5.2009
Frankfurt, Posthof
5.6.2009-7.6.2009
Hamburg-Zentrum, Patriotische Gesellschaft von 1765, im Rahmen des Forums „IBA meets IBA“
2.9.2009–27.9.2009
Magdeburg, IBA-Shop der IBA Stadtumbau
26.11.2009–7.3.2010
Großräschen, IBA-Terrassen der IBA Fürst-Pückler Land
10.5.2010–28.5.2010
Jade Hochschule Oldenburg
Nächste Ausstellungsstationen:
29.8.2011–14.10.2011
Berlin, Flughafen Tempelhof (Alte Zollgarage)
Website des Kooperationspartners M:AI:
M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW
Das Forum "IBA meets IBA" wird gefördert von: Nationale Stadtentwicklungspolitik
Bestellmöglichkeit der Dokumentation „Netzwerk IBA meets IBA – Zur Zukunft Internationaler Bauausstellungen“ auf den Seiten des Jovis-Verlags
Broschüre zu der Entwicklung der Bauausstellungen in Deutschland seit 1901. (PDF 0,8MB)