Hamburg Bug voraus

Tiefengeothermie: //Erste seismische Messungen


Fotodokumentation an der Messstrecke startet

Geothermie ist eine der langfristig sichersten und effizientesten Energiequellen: umweltfreundlich, sauber und – anders als etwa Solarenergie – wetterunabhängig. Im Rahmen ihres Projekts “Tiefengeothermie Wilhelmsburg” erforscht die IBA Hamburg deshalb gemeinsam mit ihren Projektpartnern im Januar 2010 den tiefen Untergrund der Elbinsel durch seismische Voruntersuchungen.


Die Internationale Bauausstellung IBA Hamburg GmbH und die von ihr mitgegründete Projektgesellschaft GTW Geothermie Wilhelmsburg GmbH beabsichtigen, im Stadtteil Wilhelmsburg die Erdwärme für den Betrieb eines geothermischen Kraftwerks zu nutzen. 130 Grad heißes Wasser aus Gesteinsschichten in 3.000 bis 4.000 Metern Tiefe soll dabei zur Wärme- und Stromversorgung eingesetzt werden. Hierfür sind zunächst umfangreiche seismische Voruntersuchungen erforderlich, die im Januar 2010 durchgeführt werden. Die Messungen, bei denen Vibratorfahrzeuge Schallwellen in die Erdkruste senden, sind für die Anwohner völlig ungefährlich und werden etwa zehn Tage dauern. Die Signale sind so gering dosiert, dass auch eine Beeinträchtigung der Gebäude entlang der Messstrecke quasi ausgeschlossen ist. Für den Fall, dass wider Erwarten dennoch Schäden auftreten, werden vorab alle Gebäude fotografiert, um mögliche Veränderungen an den Fassaden im Nachhinein erkennen zu können. Selbstverständlich würden die Eigentümer gegebenenfalls den gesetzlichen Vorschriften entsprechend entschädigt bzw. die Schäden beseitigt.

Sind die Erkundungen in Wilhelmsburg erfolgreich, könnten zukünftig mehrere tausend Wohnungen und andere Gebäude mit geothermischer Wärme versorgt werden – möglicherweise auch mit Strom.


IBA-Projektseite