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Klima und Energie
Bei der urbanen Bioenergienutzung sollen Abfälle wie Holzreste, "krautige Biomasse" sowie Fäkalien und häusliche Abwässer energetisch verwertet werden. Damit können bisher ungenutzte Energiepotenziale, die momentan kostspielig entsorgt werden, für eine CO2-neutrale Energieversorgung verwendet werden.
Die „Urbane Bioenergienutzung“ verwandelt ein Entsorgungsproblem in clevere Versorgung
Manchmal muss man die alltäglichsten Vorgänge nur in einem neuen Licht betrachten, um auf gute Ideen zu kommen. Nichts liegt dann näher, als Stoffe zur erneuerbaren Energiegewinnung zu nutzen, die ohnehin regelmäßig als „Abfälle“ der Landschaftspflege anfallen. Die Rede ist von Holz und „krautiger Biomasse“, also etwa dem Mähgut gemähter Grünlandflächen. Durch den Aufbau einer Sammellogistik für Biomasse aus der Landschaftspflege und der energetischen Verwertung auf der Elbinsel werden unnötige Wege eingespart und bisher nicht genutzte Energiepotenziale erschlossen. Zusammen genommen wurde aus mehreren Komponenten das IBA-Projekt „Urbane Bioenergienutzung“, das ein wichtiger Baustein für eine CO2-neutrale Energieversorgung ist.
Drei verschiedene Nutzungswege
Auf drei unterschiedliche Weisen wird Bioenergie für die Elbinseln nutzbar gemacht: Erstens geht es um die thermische Landschaftspflegeholz-Nutzung durch Verbrennen – ein Projekt der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, das auch auf den Elbinseln umgesetzt wird. Nach Berechnungen des Hamburger Holzhackschnitzelproduzenten Arbor Energy besteht – auf ganz Hamburg hochgerechnet – das Potenzial einer jährlichen CO2-Entlastung von mehr als 12.000 Tonnen. Für diese Menge müssten ansonsten 3.500 Sportwagen-Fahrer auf Kleinwagen umsteigen – was im Vergleich eher unwahrscheinlich anmutet. Außerdem könnte Hamburg bei Umsetzung eines entsprechenden Sammelkonzeptes für das Holz in der ganzen Stadt jährlich über 700.000 Euro Entsorgungskosten sparen.
Zweitens lässt sich neben dem Holz auch „krautige Biomasse“ sammeln und nutzen. Mähgut wird dabei in einer Trockenfermentationsanlage zu Biogas vergoren, das in einem Blockheizkraftwerk Strom und Wärme produziert. Für dieses von der IBA angestoßene Projekt hat die Vattenfall Europe New Energy GmbH ihr Interesse als Projektpartner bekundet.
Vorzüge der Biogasanlage
- Sichere Rohstoffbasis durch den Einsatz ohnehin anfallender Biomasse, die bisher nicht energetisch genutzt wird
- Vermeidung des Entsorgungsaufwands
- Keine Flächenkonkurrenz / keine zusätzlichen Anbauflächen (Nutzung der Biomasse, die im Stadtgebiet und Umland bereits anfällt)
- Kurze beziehungsweise keine zusätzlichen Transportwege
- Innovationscharakter der Biogas-Trockenfermentationsanlage (übliche Nassvergärungsanlagen sind technisch wenig geeignet zur alleinigen Vergärung von Landschaftspflegematerialien)
- Vorbildcharakter: Nach bestandener Pilotphase kann das Anlageverfahren modulartig in anderen Gebieten Hamburgs ausgebaut werden
Auch Haushalte liefern Bioenergie
Dritte Komponente im urbanen Bioenergie-Projekt ist der Einsatz menschlicher Fäkalien und häuslicher Abwässer zur Strom- oder Wärmeproduktion. In Zusammenarbeit mit HAMBURG WASSER wird dies für das IBA-Projekt
Hier stehen Materialien und Bilder zum Download bereit:
Bilder:
Download der Infografik zum Energiekonzept der Urbanen Biogasanlage als pdf auf deutsch (urbanista)
Download der Infografik zum Energiekonzept der Urbanen Biogasanlage als pdf auf englisch (urbanista)
Publikationen:
Prima Klima-Anlage
Broschüre
zur
Kampagne "Prima Klima-Anlage" mit allen Informationen zur Bewerbung und
Förderung durch die IBA auf dem Weg zu Ihrem KLIMA_HAUS.
Download der Broschüre (PDF, 9 Seiten, 1.1MB)
Klimafaktor Metropole | Climate Factor Metropolis
Broschüre
über das Klimaschutzkonzept Erneuerbares Wilhelmsburg mit den Projekten
Energiebunker, Energieberg, Energieverbund Wilhelmsburg Mitte,
IBA-Dock, dem Bildungszentrum "Tor zur Welt" und der Urbanen
Biogasanlage im Fokus.
Download der Broschüre (PDF, 36 Seiten, 2.2MB)
Englische Version der Broschüre (PDF, 36 Seiten, 2.2MB)