Mit der feierlichen Enthüllung einer Informationsstele gaben Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk, IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg und SAGA GWG-Vorstand Willi Hoppenstedt heute den Startschuss für die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten des Weltquartiers – mit einem ihrer bedeutendsten Vorhaben geht die Internationale Bauausstellung Hamburg nun in die Realisierungsphase.
„Es ist ein großer Tag für die IBA“, so IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg zum Start der Umbaumaßnahmen der 820 Wohnungen umfassenden Arbeitersiedlung im südlichen Reiherstiegviertel an der Weimarer Straße. Nach einem international besetzten Architekturwettbewerb und der Umsetzung eines neuartigen Beteiligungsverfahrens, das die internationale Bewohnerschaft von Anfang an in die Planungen mit einbezog, geht somit das erste IBA-Projekt in die Realisierung. „Ich freue mich sehr, dass das Weltquartier als erstes Projekt die Umsetzungsphase der Internationalen Bauausstellung eröffnet“, sagt Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk. „Mit dem Weltquartier fördern wir die Umgestaltung auch nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner und setzen zugleich neue Maßstäbe für ökologische Sanierung und Modernisierung.“
Neben dem hohen energetischen Standard der geplanten Gebäude – so soll etwa der Wilhelmsburger „Energiebunker“ den Strom fürs Weltquartier liefern – sind der Bau größerer Wohnungen für sich wandelnde Bedürfnisse, mehr Freiräume und Gartenflächen für Freizeit und Begegnung Kernelemente des IBA-Projekts. „Mit dem Weltquartier wollen wir zeigen, dass jeder der hier wohnt auch bleiben kann. Wir fördern daher nicht nur Maßnahmen die sich die Bewohner gewünscht haben – wie zum Beispiel die Garteninseln oder Spielgeräte, sondern wir setzen auch den intensiven Beteiligungsprozess fort. Außerdem wollen wir einen Nachbarschaftstreffpunkt auf dem Weimarer Platz bauen, damit die Bewohner einen Ort für Feste und Veranstaltungen bekommen“, so Uli Hellweg.
Insgesamt 78 Millionen Euro investiert das städtische Wohnungsunternehmen SAGA GWG in die Umgestaltung und Modernisierung des Quartiers zwischen Veringstraße, Weimarer Straße und rund um den Weimarer Platz. Geplant sind 206 Neubau-Wohneinheiten, der Umbau von 440 Wohneinheiten, die Modernisierung von 77 Wohneinheiten sowie die Aufwertung und Neugestaltung der vorhandenen Freiflächen. „Die IBA hat mit der Formulierung ihrer Exellenzkriterien für das Weltquartier interessante Anregungen gegeben, die künftig bei weiteren Maßnahmen beachtet werden", sagt Willi Hoppenstedt, Vorstand der SAGA GWG.
Eine zwei Meter sechzig hohe Informationsstele, die von der Senotorin zum Baustart enthüllt wurde, erzählt die Geschichte der 1930 gebauten Arbeitersiedlung und zeigt die Planungen der IBA und ihrer Partner für das Weltquartier. Weitere Stelen werden jeweils zum Baubeginn der zahlreichen anderen Vorhaben der Internationalen Bauausstellung auf den Elbinseln aufgestellt werden und direkt vor Ort über die Projekte informieren.